Karfunkelsteine in sechs Reihen

Antikes Granatcollier in sechs Reihen mit Goldschließe, Biedermeier um 1845

Granate aus Böhmen zählen heute zu den Klassikern unter den Schmuckstücken, doch seinen grandiosen Siegeszug in der bürgerlichen Schmuckmode trat der dunkelrote Edelstein erst relativ spät, nämlich in der Mitte des 19. Jahrhundert an. Als sog. „Karfunkelsteine“ wurden ihnen im Mittelalter magische Kräfte zugesprochen und sie tauchen in der Literatur dieser Zeit als „Böhmische Feuerdrachen“ auf, was ihre mystische Aufladung noch einmal untermauert. Nachdem sie über Jahrhunderte in böhmischem Minen geschürft wurden, gerieten sie bereits in den Jahren um 1800 völlig aber außer Mode. Das änderte sich schlagartig, als Kaiserin Elisabeth von Österreich (Sissi) auf ihrer Hochzeitsreise das Kronland Böhmen besuchte und einige der Schätze der böhmischen Bergwerke geschenkt bekam. Aus diesen Granaten ließ sich die Kaiserin eine ganze Parüre herstellen und präsentierte sich im Glanz der Granate auf einem Hofball der Wiener Gesellschaft. Schon am nächsten Tag soll – so will es die Erzählung – ein wahrer Ansturm auf Schmuckstücke mit den Feuerdrachen ausgebrochen sein. Ein Zeugnis der Granatbegeisterung ist das hier vorliegende Collier de Chien der Jahre um 1845. Es strahlt im tiefen, roten Glanz der verarbeiteten Karfunkel. Zahllose von Hand facettierte böhmische Granate sind in sechs Strängen aufgezogen, welche sich als Kropfband mit leichtem Abstand zueinander anmutig eng an den Hals ihrer Trägerin schmiegen. Die elegante originale Schließe aus Gold mit alter Monogramm-Gravur hält die Stränge sicher.

Der Granat, ist als dunkler, blutroter und geheimnisvoller Stein seit jeher Objekt der Begierde von Menschen jeder Altersgruppe. Granatschmuck passt zu beinahe jeder Gelegenheit und wird deshalb nicht nur abends oder zu festlichen Anlässen getragen. Am meisten verwendet sind die dunkelroten Pyrop-Granate. Im Mittelalter zählte man sie zu den bevorzugten Karfunkelsteinen und noch heute sieht man viel antiken Schmuck, der mit roten Granaten ausgefasst ist. Diese stammen meistens aus den Fundstellen in Böhmen. Da der Granat als Edelstein relativ unempfindlich ist, kann einmal erworbener Granatschmuck Begleiter für ein ganzes Leben sein.

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Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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