Nachklang eines Sommers

Antikes Korallen-Collier aus handgeschliffenen Mittelmeerkorallen, Italien um 1900

Das hier vorliegende Collier entführt uns in einen Sommer vor etwa 120 Jahren. Über der Bucht von Neapel steht die Sonne bereits tief am Horizont. Eine leichte Brise weht vom Meer, die Zitronen blühen und im Schatten der aufgespannten Segeltücher blicken die müden Reisenden aus dem Norden weit über das glatte Wasser hinaus. Wie fern ist doch die regennasse Heimat mit ihren Verpflichtungen, der Arbeit und den Mühen. Wie schön und sorgenfrei das Leben hier! Das Collier reiht 88 Korallen zu einem eleganten Verlauf. Die Perlen sind dabei von Hand geschliffen und nie ganz rund, sondern stets etwas abgeflacht zu den Seiten. Dies belegt nicht nur ihr Entstehen in den Jahren der Jahrhundertwende, sondern garantiert zugleich das weiche Fließen des Colliers am Dekolleté. Die Kette ist 41 cm lang und schön sortiert. Ein Federring hält die Kette sicher und macht sie leicht anzulegen. Das Collier ist ein sommerliches Schmuckstück der Jahrhundertwende, das in keiner Schmuckgarderobe fehlen sollte.

Im August jeden Jahres feierte die Baronin von Üchtlitz auf Schlochtin ihren Geburtstag mit einem Sommerfest. Neben dem Schloss, auf der großen Wiese, stand ein Lindenwäldchen, „dort sollte der Tee genommen werden. Die Wiese und das Wäldchen waren voll Menschen, voll bunter Kleider, bunter Bänder, bunter Hüte, und in Grün des Gehölzes, in dem Gold der Nachmittagssonne nahmen all die Farben einen Edelsteinglanz an.“ Die beiden jungen Prinzessinnen von Neustatt-Birkenstein fuhren mit dem Landauer vor. Sie trugen blaue Sommerkleider, Korallenschnüre um den Hals. In seinem letzten großen Roman, den „Fürstinnen“ aus dem Jahr 1917, ließ Eduard von Keyserling noch einmal die ganze Pracht und den Glanz des Adels im alten Reich auferstehen, doch scheint mit jedem Sonnenstrahl bereits das Ende der vertrauten Ordnung durch. Ganz selbstverständlich ist es hier, beim Sommerfest der Baronin, Korallenketten zu tragen. Denn diese Juwelen des Meeres waren zur Zeit der Jahrhundertwende ein ausgesprochener Sommerschmuck. Vgl. Eduard von Keyserling: Fürstinnen. Roman. Nachwort von Jens Malte Fischer, Zürich: Manesse 2017, S. 62–63.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


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