Auf ewig

Antikes Schlangen-Collier mit Granaten & Medaillon-Anhänger, um 1845

In der christlichen Tradition gilt die Schlange als Verführerin, als ein listiges Tier, das im Paradies Eva verleitete, die verbotene Frucht zu kosten und so den Sündenfall herbeiführte. So interpretierten sie auch die Künstler des späten 19. Jahrhunderts – doch noch in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war ihre Bedeutung eine ganz andere! Sich in den Schwanz beißende Schlangen – Ouroboroi – galten als Symbole der ewigen Liebe und fanden nicht nur Eingang in Erinnerungsschmuck, sondern auch in romantische, zwischen Liebenden ausgetauschte Schmuckstücke. Prince Albert etwa schenkte Queen Victoria 1839 einen Verlobungsring in Form einer Schlange. Das vorliegende Collier ist solch ein Schmuckstück mit romantischer Konnotation. Es ist in Form einer Schlange gestaltet, deren aus goldenen Gliedern geformter Leib vollständig beweglich ist und die sich sanft um den Hals schmiegt. In ihrem, minutiös mit goldenen Zähnchen besetzten Maul trägt sie ein stilisiertes Herz, welches auf seiner Rückseite ein Medaillonfach aufweist. Große, satt leuchtende und mit Folie hinterlegte Almandin-Granate sind auf Herz und Kopf gesetzt; kleinere Granate dienen als Augen. Das Collier ist in den 1840er Jahren entstanden. Der Entwurf, aber auch die Verarbeitung und der Einsatz der großen Almandin-Cabochons belegt dies eindeutig. Britischer Schmuck aus diesem Jahrzehnt war von besonderer Sentimentalität geprägt. Goldene Schlangencolliers wie das hier vorliegende begegnen daher immer wieder im Handel; das hier vorliegende Exemplar ist gleichwohl ungewöhnlich schön und gut erhalten. Wir fanden es in England, wo es vermutlich auch entstand. Vergleichbare Stücke dieser Zeit finden Sie in der Literatur etwa bei David Bennet und Daniela Mascetti: Understanding Jewellery, Woodbridge 2010, S. 114 ff.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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