Römische Elegien

Antikisierender Ring mit Aquamarin in Gold, Deutschland um 2000

Der hier vorliegende, moderne und handgeschmiedete Ring fasst einen großen Aquamarin im Cabochonschliff in hochkarätiges Gold. Sein Entwurf erinnert dabei an Fingerringe der römischen Antike. Der hellblaue Edelstein ist quer zum Finger gelagert und in eine schlichte Zarge eingefasst, die in den vollmassiv gegossenen Ring übergeht – gerade so, als handele es sich um ein Schmuckstück mit 2000-jähriger Geschichte. Bereits im 19. Jahrhundert bezogen Goldschmiede ihre Inspiration aus antiken Fundstücken. Besonders in Rom, der „Ewigen Stadt“ entstand zur Mitte des 19. Jahrhunderts eine ganz neue Mode: Goldschmiede wie die Meister der Familie Castellani schufen – erstmals in der Geschichte der Neuzeit – Objekte im Stil der Antike, nach kostbaren Vorbildern aus etruskischen Gräbern und dem alten Rom, welche so den Schmuck und die Schönheit der Antike für die Damenwelt ganz dingfest greifbar werden ließen. Dieser Schmuck im sog. Archäologischen Stil war ein großer Erfolg, er galt als patriotisch und zugleich modern, war zeitgemäß und verwies auf die eigene Geschichte und große kulturelle Tradition, deren Erbe man selbst war. Auch der hier vorliegende, unikate Ring ist bei aller Modernität, die der schlichte Entwurf ausstrahlt fest verhaftet in der Formsprache der klassischen Antike – sein Material macht Freude, allein sein Gewicht von mehr als 22 Gramm verursacht ein angenehmes Tragegefühl und der schöne Aquamarin mit seinem ruhigen Einschlussbild läd zum Träumen ein.

Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts waren die Formen wirklich antiken Schmucks noch unbekannt. Weder in der Renaissance, noch im Klassizismus hatten Ausgrabungen echten Schmuck der Alten hervorgebracht. Die Entwürfe dieser Epochen waren lediglich Annäherungen an ein Ideal gewesen, das man sich aus anderen Zusammenhängen wie der Architektur erschließen musste. Mit der Entdeckung echten etruskischen Schmucks ab den 1820er Jahren in Italien änderte sich dies schlagartig. Prinzessin Alexandrine von Canino etwa war dafür bekannt, gern einige auf ihrem Landsitz bei Rom gefundene original etruskische Schmuckstücke zum Neid ihrer Freundinnen zu tragen. Doch die Zahl der Stücke, die ja alle Zufallsfunde waren, bleib gering und originalen, Jahrtausende alten etruskischen Schmuck konnte weiterhin nur ein Bruchteil der Damen besitzen. Daher begannen die Goldschmiede jener Jahre schon bald, Schmuckstücke nach nun endlich bekannten antiken Formen herzustellen. Besonders Pio Castellani aus Rom und seine Söhne taten sich hier hervor und gestalteten Schmuck, der ab der Mitte des Jahrhunderts zu einem in ganz Europa bekannten Markenzeichen und einer wahren Mode wurde. In Deutschland und Österreich entstanden entsprechende Stücke ab den mittleren 1860er Jahren. Zum Schmuck der Castellani vgl. ausführlich Susan Weber Soros/Stefani Walker (Hg.): Castallani and Italian Archaeological Jewelry, New Haven/London 2004.

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