Himmlische Gesandtschaft

Antikes Grand Tour-Armband mit Gemmen aus Vesuv-Lava, Neapel um 1860

Die vielfarbige Lava des Vesuv ist seit dem 19. Jahrhundert ein beliebtes Material, um daraus Schmuckstücke herzustellen: Die hochstehende Gemmenschneidekultur in der Bucht von Neapel nutzte neben Muscheln und Korallen auch dieses Naturprodukt, um zuerst für die Reisenden der Grand Tour und später die Touristen aus ganz Europa beliebte Souvenirs herzustellen. Die Armbänder, Colliers, Broschen und Ohrringe, welche so entstanden, erinnern an die Besichtigung Pompejis, mit dessen Untergang durch den Ausbruch des Vesuvs 79 n. Chr. sich die Lava und Asche dieses Vulkanes ganz besonders verbindet. Die untergegangenen und auf wundersame Weise wiederentdeckten Ruinenstädte Pompeji und Herculaneum waren im 19. Jahrhundert fester Programmpunkt einer jeden italienischen Reise und boten einen ganz unmittelbaren Eindruck des antiken römischen Alltags. Das hier vorliegende Armband präsentiert sieben fein geschnittene Gemmen aus ebenjenem Material. Die Lava zeigt besonders schöne Farbschattierungen von Olivgrün über Beige und Grau bis hin zu Schokoladenbraun. Sieben anmutige Göttinnen im detailreichen Schnitt sind die Themen der ovalen Darstellungen. Ihre Form orientiert sich an den Kunstwerken, die in den Ruinen der versunkenen Städte ausgegraben wurden und die einen großen Einfluss auf die Kultur und das Kunstschaffen am Golf von Neapel ausübten. Die anmutigen Damen sind antikisch gewandet en face dargestellt. Ihre Haare zeigen jeweils ganz individuelle Frisuren, die zum Teil mit prachtvollen Blüten und Blattwerk geschmückt sind. Die Steinschnitte werden von schlichten Fassungen aus vergoldetem Tombak gehalten und sind mit kleinen Kettengliedern beweglich miteinander verbunden. Das um 1860 entstandene Armband ist tragbar erhalten und eine besondere Memorabilie von einer Reise nach Italien im 19. Jahrhundert. Vgl. zur Datierung und mit weiteren Informationen zu diesem Schmucktypus Charlotte Gere/Judy Rudoe: Jewellery in the Age of Queen Victoria, London: British Museum Press 2010, S. 494.

Antike Gemmen und Kameen zu besitzen war über Jahrhunderte Anspruch beinahe aller großen Sammlungen, vom Grünen Gewölbe in Dresden angefangen über die Schatzkammer Rudolf II. bis hin zu großen privaten Sammlungen wie die des Baron Stosch in späterer Zeit. Das 18. und 19. Jahrhundert brachte zahlreiche große Abdrucksammlungen antiker römischer und griechischer Siegelsteine und Gemmen hervor, die die antike Bildsprache der Glyptik beinahe in ihrer Gesamtheit darstellen konnten. Durch die großen Reisen, die junge Adlige und reiche Bürger in dieser Zeit unternahmen, wandelte sich die Verwendung von Gemmen und Kameen im frühen 19. Jahrhundert hin zu größeren Schmuckformen, welche in Stein, Muschel oder Vesuvlava geschnitten, klassische und begehrte Souvenirs aus Italien waren.

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Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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