Durch das Feuer gegangen

Seltenes antikes Lava-Armband mit Gemmen italienischer Künstler, Neapel um 1860

Jeder Reisende der Grand Tour erreichte auf seiner Reise durch Italien früher oder später auch Neapel. Das Traumziel der meist jungen Männer in den Jahren um 1800 überwältigte mit seiner Lage am Golf, dem spektakulären Blick auf den Vesuv, dem sanften Klima, seiner rauen und doch bezaubernden Stadtkulisse und – nicht zuletzt – seinen reichen, unsterblichen Kunstschätzen der Antike. Aus den beim Ausbruch des Vesuvs 79 n. Chr. untergegangenen Städten Pompeji und Herkulaneum waren bereits im 18. Jahrhundert derart viele spektakuläre Kunstschätze nach Neapel gebracht worden, dass die Museen hier Weltruhm genossen. Ihr Besuch war eine Pflichtetappe in der Stadt. Und auch den Besuch von Pompeji selbst mit seinem makaberen Reiz ließ natürlich niemand aus. Kein Wunder also, dass auch Souvenirs dieser Reise nicht fehlen durften: Eine lokale Kunstindustrie entstand, die besonders Gemmen bester Qualität herstelle aus Korallen, Muscheln und farbigen lokalen Steinvarietäten, welche als „Lava“ des Vulkans verkauft wurden. Objekte aus diesem Material wurden von den Reisenden besonders geschätzt. Wir können uns leicht ihre Faszination neu vorstellen: Hier ein Stück des Berges in Händen zu halten, der dem Leben der Antiken Welt ein solch grausiges Ende bereitete – und damit aber auch ihren Erhalt für die späteren Generationen erst ermöglicht hatte! Welch besseres Souvenir ist denkbar? Das hier vorliegende Armband präsentiert fünf feingeschnittene Gemmen aus ebenjenem Material. Die Lava zeigt eine besonders schöne Farbschattierung in leicht grünlichem Ocker. Dargestellt findet sich dabei das who-is-who der italienischen Kunst- und Literaturgeschichte, eine Tour de Force durch die Jahrhunderte: Der Reigen beginnt mit Giambattista Marino, einem der größten Dichter des italienischen Barock, geht dann weiter über Leonardo da Vinci mit langem Bart und Kapuze, Dante, Petrarca, Raffael, Bocaccio und schließt zuletzt mit Torquato Tasso. Die Herren sind in Kleider ihrer Zeit gewandet und klar und fein geschnitten. Dass hier Dichter und Maler in bunter Folge gemischt aufgereiht sind, mag an den Vorlieben des ersten Besitzers, vielleicht aber auch an der Auswahl des Gemmengeschäftes gelegen haben, in welchem der (oder die) Reisende damals auf Einkaufstour ging. Die Gemmen folgen relativ standardisierten Typen und in vielen Gemmenschmuckstücken finden sich immer wieder dieselben Darstellungen; vermutlich sind sie alle in wenigen spezialisierten Werkstätten in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander entstanden. Die Steinschnitte werden von schlichten Fassungen gehalten und sind mit kleinen Ösen beweglich miteinander verbunden. Das in den 1860er Jahren entstandene Armband ist wunderbar erhalten und eine ganz besondere Memorabilie von einer Reise nach Italien im 19. Jahrhundert. Vgl. zur Datierung und mit weiteren Informationen zu diesem Schmucktypus Charlotte Gere/Judy Rudoe: Jewellery in the Age of Queen Victoria, London: British Museum Press 2010, S. 494.

Jeder Reisende der Grand Tour erreichte auf seiner Reise durch Italien früher oder später auch Neapel. Das Traumziel der meist jungen Männer in den Jahren um 1800 überwältigte mit seiner Lage am Gold, dem spektakulären Blick auf den Vesuv, dem sanften Klima, seiner rauen und doch bezaubernden Stadtkulisse und – nicht zuletzt – seinen reichen, unsterblichen Kunstschätzen der Antike. Aus den beim Ausbruch des Vesuvs 79 n. Chr. untergegangenen Städten Pompeji und Herkulaneum waren bereits im 18. Jarhundert derart viele spektakuläre Kunstschätze nach Neapel gebracht worden, dass die Museen hier Weltruhm genossen. Ihr Besuch war eine Pflichtetappe in der Stadt. Und auch den Besuch von Pompeji selbst mit seinem makabren Reiz ließ natürlich niemand aus. Kein Wunder also, dass auch Souvenirs dieser Reise nicht fehlen durften: Eine lokale Kunstindustrie entstand, die besonders Gemmen bester Qualität herstelle aus Korallen, Muscheln und farbigen lokalen Steinvarietäten, welche als „Lava“ des Vulkans verkauft wurden. Objekte aus diesem Material wurden von den Reisenden besonders geschätzt. Wir können uns leicht ihre Faszination neu vorstellen: Hier ein Stück des Berges in Händen zu halten, der dem Leben der Antiken Welt ein solch grausiges Ende bereitete – und damit aber auch ihren Erhalt für die späteren Generationen erst ermöglicht hatte! Welch besseres Souvenir ist denkbar?

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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