Glanzvoller Schmelz

Wunderbares Armband aus Orientperlen mit Diamantschließe, um 1880

„Wohl ist die der Perlen verliehene Schönheit es wert, dass Tausende kühner Taucher, Küstenbewohner des Persischen Golfes, daß die verwegenen Perlenfischer Ceylons und Japans die Schrecken und Gefahren der Tiefe nicht achten, ein Zusammentreffen mit Hai- und Sägefischen nicht scheuen, die tödliche Umarmung der Polypen nicht fürchten, um die auf düsterem Meeregrunde lagernde Perlenmuschel an das helle Licht der Sonne zu bringen. Doch nicht jede dieser Muscheln belohnt die Mühe und Beschwerde ihres Räubers, und Hunderte täuschen die hoffende Erwartung auf köstlichen Inhalt. Ist jedoch eine gefunden, welche den ersehnte Schatz in sich verschließt, so ist es nicht selten, daß sie dem glücklichen Finder gleich viele Perlen verschiedener Größen spendet. Mannigfach in Formen, in Farben vom tiefsten Schwarz bis zum blendenden Weiß, häufig auch gelblich, seltener in Rosa schimmernd, lieblich durch ihren glanzvollen Schmelz, hat sich die Perle in ihrer Wertschätzung die Stelle neben dem farbensprühenden Diamanten zu erringen gewusst.“ Mit diesen Worten beschreibt die Zeitschrift „Der Bazar“ im Jahr 1888 die Mühen und Gefahren der Perlenfischerei. In dieser Zeit war an die heute üblichen, gezüchtenen Perlen noch nicht zu denken, denn es sollte noch ein halbes Menschenleben vergehen, bis es dem japanischen Unternehmer Mikimoto gelang, Perlen in großem Maßstab in Muscheln wachsen zu lassen. In diesem Armband sehen wir eben solche echte Orientperlen, von denen jede einzelne von einem Taucher aus dem Meer geholt wurde. Man mag sich kaum vorstellen wieviele Muscheln notwendig waren um die Perlen dieses Schmuckstückes zusammenzubekommen, denn nicht jede Auster beherbergt einen solchen kleinen Schatz. Die hier aufereihten Naturperlen, vier Reihen insgesamt, sind alle leicht unterschiedlich groß, nicht immer ganz rund, aber alle von wunderschönem Lüster. Eine rund gearbeitete Schließe aus Gold mit einer Schauseite aus Silber ist das Schaustück des Perlenarmbandes, das in den Jahren um 1880 entstanden ist. 64 Diamanten in alten Schliffen sind hier zu einem durchbrochenen Ornament zusammengestellt. Die Diamanten zeigen zum Teil sehr frühe Schliffe, die teilweise ins frühe 18. Jahrhundert datierbar, hier also in Zweitverwendung eingesetzt sind. Armbänder und -reifen waren von jeher der Schmuck der bessergestellten Bevölkerungsschichten, denn körperliche oder auch nur alltägliche Arbeiten behinderte solcher, wenn er nicht gar Gefahr lief, beschädigt zu werden. Da Perlen vor der Erfindung der Zuchtperle mit unter so teuer waren wie gleichgroße Diamanten, das verrät das Tagebuch Queen Viktorias, ist auch dieses Armband einer wohlhabenden Trägerin zuzuordnen. Wir haben das Schmuckstück in Budapest entdeckt, seine passende Schatulle allerdings ist englischer Herkunft.

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