Die Macht der Liebe

Armband des späten Jugendstil mit natürlichen Rubinen und Diamanten, um 1910

Wer glaubt nicht an die Macht der Liebe? Das hier vorliegende, hochwertige Armband des späten Jugendstil können wir als eine Hommage an dieses die Menschen verbindende Band verstehen. Wir sehen einen eleganten, auf die Farben Weiß und rot reduzierten Entwurf. Ineinander verschlungene Bögen aus Gold mit Platinfront verbinden je eine Gruppe aus zwei Diamanten im Altschliff und zwei unbehandelten, natürlichen Rubinen. Beide Edelsteine können wir dabei ohne weiteres symbolisch verstehen: Das Blutrot des Rubins und die Ewigkeit des Diamanten verbinden sich ganz zwanglos zu einer Feier der treuen, dauernden Liebe. Die intensiv leuchtenden Rubine bilden dabei je eine feine, unterbrochen durchlaufende rote Linie inmitten der weißen Farbigkeit aus Platin und Diamant. Auch die Bögen der Verbindungsglieder unterstützen diese Leserichtung: Das Armband entwickelt eine eigene, sachte Dynamik, welche sich um das Handgelenk legt. Das gleichzeitige Miteinander von verschlungenen, eleganten Bögen und einer kühlen Dynamik zeigt uns, dass unser Armband am Übergang zwischen Jugendstil und Art Déco entstanden ist. Dem ersteren noch klar durch die Bewegtheit der Glieder und die eleganten Formen verbunden, weist die Farbigkeit schon auf den Geist der neuen Mode hinaus: Es ist eine Zeit des Überganges, die aus dem Besten beider Welten mit seltenem Glück etwas eigenes Schönes hat erschaffen können. Das um 1910 entstandene Armband ist erstklassig erhalten.

Der Rubin ist die rote Varietät des Minerals Korund. Korunde begegnen in beinahe allen Farben des Regenbogens, auch ganz farblose Steine sind darunter. Doch während alle diese Steine auch als Saphir angesprochen werden können, sind allein die prächtig roten Steine dieser Mineralgattung Rubine. Unter den Farbsteinen ist der Rubin mit Abstand der wertvollste Stein, allein besonders qualitätvolle pinke, blaue oder grüne Diamanten erzielen heute höhere Preise. Dabei wurden in der Geschichte die besten Rubine stets in Burma gefördert, rund um die Stadt Mogok. Sie zeichnen sich durch eine intensive, pink-rote Farbe aus, die auch als „Taubenblut“ bezeichnet wird. Die besten Steine scheinen dabei wie von einem inneren Feuer heraus zu leuchten, das am besten bei Tageslicht sichtbar ist: Steine, die bei Kunstlicht noch traumhaft rot leuchten, können unter der Sonne wie ausgewaschen wirken. Der Überlieferung nach sind Rubine göttliche, fürstliche Steine. Da ihre Farbe an Blut und loderndes Feuer erinnert, war ihre Verbindung zur brennenden Liebe ganz selbstverständlich. Angeblich verhindern sie sogar Krankheiten und spenden stolzen, frischen Mut. Indische Fürsten ließen sich daher sogar als „König der Rubine“ anreden. Im Gegensatz zu historischen Rubinen sind in den letzten Dekaden geförderte Steine in beinahe allen Fällen hitzebehandelt um ihre Farbigkeit zu verbessern, was dem Preis der Steine indes nicht zuträglich ist.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


5 Gründe, die Sie zum Strahlen bringen!

Noch keine Artikel angesehen