Evas Versuchung

Armband in Schlangenform mit Smaragd-Cabochons in Gold, Frankreich um 1890

Durch alle Zeiten hindurch war die Schlange ein Motiv, auf das sich Schmuckentwerfer wieder und wieder beriefen. Ist sie uns heutzutage in erster Linie aus der christlichen Ikonographie als Verführerin Evas bekannt, so trat die Schlange doch Mitte des 19. Jahrhunderts vor allem in sentimentalem Schmuck auf. Sich selbst in den Schwanz beißende Schlangen wurden als Ringe, Armbänder und Colliers getragen, rahmten teils auch in Medaillons unter Glas gesetzte Haarlocken, denn sie galten als Symbol der Ewigkeit und insbesondere der ewigen Liebe. Auch Queen Victoria erhielt von Prince Albert einen Ring in Form einer Schlange als Verlobungsring. Die Rolle der Schlange als Verführerin gewann in den Jahren um 1890 wieder an Bedeutung, waren es doch die Künstler des Symbolismus und Jugendstil, dir sich seit dem späten 19. Jahrhundert das Unterbewusstsein des Menschen, seine geheimen Sehnsüchte und Sinnlichkeit zum Thema wählten. So beißen sich die schlangenförmigen Juwelen jener Zeit denn auch meist nicht selbst in den Schwanz, um das Unendlichkeitssymbol Ouroboros zu bilden, sondern recken ihr offenes Maul dem Betrachter entgegen. Hier ist der Kopf der Schlange besonders naturalistisch und detailreich gestaltet: Jeder Zahn ist einzeln aus Gold gebildet, die gespaltene Zunge blitzt dazwischen aus dem Dunkeln des Mauls hervor. Zwei zu Cabochons geschliffene Smaragde bilden die Augen, die durch die Transparenz und den Glanz der Edelsteine lebendig zu glimmen scheinen. Eine Punzierung am Schwanz der Schlange liest sich „Breveté S.G.D.G.“, kurz für "breveté sans garantie du gouvernement". Dieser Stempel wurde von 1844 bis 1968 auf Gegenständen - nicht nur Schmuck - angebracht, für deren Mechanismus ein Patent angemeldet worden war. Zweifellos bezieht sich das Patent hier auf den biegsamen Leib der Schlange, der sich dem Handgelenk anschmiegt, obwohl jeder Zentimeter mit kleinen, aus Gold geschmiedeten Schuppen besetzt ist – ein kleines Meisterwerk der Goldschmiedekunst.

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Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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