Farbenfroher Neubeginn

Armreif des Wirtschaftswunders in Gold & Farbsteinen in den Formen des späten Art Déco, um 1950

Die ersten Jahre der jungen Bundesrepublik erlebten mit dem Wirtschaftswunder einen zuvor ungesehenen Zuwachs an Reichtum und Lebensqualität. Nach den Sorgen der Kriegszeit glänzten die Auslagen der Geschäfte in einem neuem Luxus. Nicht zuletzt auch Schmuck und Uhren dienten dazu, die neue Lebensfreude auch nach außen hin sichtbar zu zeigen. Der Stil des Schmucks dieser Jahre orientierte sich oftmals am späten Art Déco, wie es seit den 1930er Jahren vor allem in den USA und Frankreich die Entwürfe der großen Goldschmiedefirmen bestimmt hatte: Reiche Ausstattung, klare Geometrien und ein überbordendes Funkeln der qualitätvollen Edelsteine bestimmten das Bild. Der vorliegende Armeif der Goldschmiedin Hildegard Risch verdeutlicht exemplarisch den Schmuckgeschmack dieser Zeit. Große, hochwertige Farbsteine verleihen dem massiven Goldreif eine lebensfrohe Farbigkeit. Gehalten werden die Edelsteine von schlichten Zargen aus 14-karätigem Gelbgold. Aufgelegtes Blatt- und Rankenwerk sowie Granulate in Rotgold sorgen auch hier für ein zusätzliches Farbspiel, das durch ein zentrales Band aus Platin mit reichem Diamantbesatz noch weiter gesteigert und zugleich wirkungsvoll kontrastiert wird. Ein herrlicher Turmalin von phantastischer Qualität bildet den Mittelpunkt des Stückes als Carée, während zwei feine Aquamarine links und rechts als Ovale funkeln. Jeweils ein auf Eck gestellter Amethyst sowie ein Granat runden den kostbaren Farbsteinbesatz des Armreifs ab. Der unikate Reif ist mit dem Namen Rischs signiert und zudem mit dem Zusatz „Handarbeit" gekennzeichnet. Wunderbar verarbeitet und exzellent erhalten, ist der Reif auch heute noch Zeugnis jener Jahre, die voller Optimismus in die Zukunft blickten. Und zugleich ein prachtvoller Schmuck für das Handgelenk, entworfen von einer Meisterin ihres Faches. Weitere Hinweise zu Hildegard Rischs Arbeiten finden sich bei Christiane Weber: Schmuck der 20er und 30er Jahre in Deutschland, Stuttgart 1990, S. 288 ff.

Die 1920er Jahre haben mit dem Art Déco einen neuen Stil in die Welt des Schmucks gebracht: Geometrische Abstraktionen, edle Materialien und luxuriöse Ausstattung wurden gesucht und von den Goldschmieden in Paris, London und Wien ebenso geliefert wie von ihren Kollegen in Berlin und Übersee. Je länger und weiter der Stil sich dabei verbreitete, desto weiter entwickelten sich auch die Formen. In Paris und den USA entstand so in den Jahren nach 1930 eine besondere Form des späten Art Déco, der in den USA Retro-Jewellery genannt wird: Die Formen werden kräftiger, körperhafter, und der Schmuck noch einmal prächtiger. Nach dem in den Zwanzigerjahren weißer Schmuck dominierte erlebten nun auch Gold und Farbsteine ein großes Comeback.

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Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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