Verspielt?

Armreif von Angela Cummings für Tiffany & Co. in Gold, New York 1984

Angela Cumming, geboren 1944 in Klagenfurt in Österreich, zog schon als Kind mit ihrer Familie in die USA. Nach ihrem Studium, dass sie zurück nach Europa führte, unter anderem nach Perugia und Hanau, wo sie an der Zeichenakademie Schmuckentwurf und Gemmologie lernte, begann sie ihre kometenhafte Karriere als Schmuckdesignerin in New York. Ab 1968 arbeitete Cummings bei Tiffany & Co als Entwerferin, wo sie ab 1975 als eine der wenigen Designer des Hauses überhaupt unter Nennung ihres eigenen Namen vertrieben wurde: Eine Ehre, die sonst nur Jean Schlumberger oder Elsa Peretti zuteil geworden war. 1984 verließ Cummings dann Tiffany und eröffnete ihre eigene Boutique im berühmten kaufhaus Bergdorf Foodman auf der Fifth Avenue; weitere Boutiquen in New York folgten bald. Die Entwürfe Cummings in ihrer Zeit bei Tiffany zeichnen sich durch die zeittypische Verwendung von viel glänzendem Gelbgold aus, welches die Grundlage für Einlegearbeiten in Perlmutt, Jade, Lapis Lazuli und anderen Materialien bildet. Einige ihrer Entwürfe sind naturalistisch, andere geometrisch abstrakt, doch immer ist es die Freude am vollen Materialeinsatz, welche ihre Entwürfe so prachtvoll und typisch werden lässt. Der hier vorliegende Armreif zeigt diesen Stil in ganz typischer Weise und ist daher ein besonders schönes Zeugnis der Entwurfskunst der großen Designerin – und zugleich ein Höhepunkt für jede Sammlung von Schmuck der 1980er Jahre. Hochkarätiges Gelbgold legt sich als eine breite Manschette um den Arm. Bündig in die Oberfläche sind sodann Einlagen aus Schwarzer Jade und Perlmutt gesetzt, welche verstreute Dominosteine bilden. Meisterhaft folgen die Einlagen der Wölbung des perfekt erhaltenen Reifes. Cummings leitete ihre Schmuckmanufaktur bis in das Jahr 2003. Danach zog sie sich mit ihrer Familie nach Utah zurück. Das mit der Firmenmarke von Tiffany gemarkte Armband, das so typisch die Handschrift Cummings trägt, ist in de Zeit von Cummings bei Tiffany zwischen 1975 und 1984 entstanden. Eine Ritzmarkierung „III.84.“ im Innern legt nahe, dass das Band genauer gesagt im letzten Jahr der Designerin bei der traditionsreichen Schmuckmaison ausgeführt wurde. Vgl. zu Cummings unter anderem den 2003 erschienenen Artikel anlässlich ihres Rückzuges aus dem Schmuckgeschäft in der New York Times sowie ihre Biographie in der Encyclopedia of Fashion.

Alle Zeiten haben ihre Moden, und alle Moden haben ihre Auswirkungen auch auf den Bereich des Schmucks. Schmuck der 1980er Jahre ist ein oftmals wunderschönes, und immer eindrucksvolles Zeugnis einer Zeit des Optimismus und des Überflusses: Die Ölkrise schien überstanden, die Wall Street florierte – Man nippte an Cocktails und bezahlte mit Kreditkarte, alles schien möglich. Zugleich entstand ein neues Bild der Frau. Selbstbewusst und tough, sich behauptend im Beruf, gegenüber den Männern, erfolgreich, mit breiten Schulterpolstern und hohen Absätzen schmückte sie sich mit Ringen, Ketten und Broschen in bis dahin ungewohnten Dimensionen, mit spiegelnden Flächen aus Gelbgold und reichem Besatz aus farbigen Edelsteinen. Viel Modeschmuck entstand, da in echten Materialien ausgeführt die Schmuckstücke für die meisten Frauen unerschwinglich gewesen wären, so groß und schwer sollten sie wirken. Doch auch echter Schmuck wurde in den USA und in Europa natürlich in großer Zahl hergestellt.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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