Glanzleistung

Art Déco-Ring mit synthetischem Spinell in Weißgold, um 1935

„Glanzleistungen der Technik sind die heutigen synthetischen Steine, die oft selbst vom Fachmann erst nach umständlicher Prüfung von echten Steinen zu unterscheiden sind. Besonders beliebt unter diesen kunstvollen Schöpfungen sind die Spinelle in der Farbe des Aquamarins mit einer bezaubernden Klarheit und Durchsichtigkeit. In echtem Silber gefasst, lösen sie ungeteilte Bewunderung aus!” (Aus einem Schmuck-Katalog von 1939) Spinelle in der Farbe von Aquamarinen waren in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts der letzte Schrei, denn man konnte sie im Labor herstellen. So konnten sich auch Damen mit schmalerem Geldbeutel plötzlich schöne Edelsteine leisten, die fast genauso aussahen wie die so kostbaren Aquamarine aus dem fernen Brasilien. Auch unser Ring ist ein Beispiel aus der Zeit, in der der oben zitierte Werbetext geschrieben wurde und er zeigt einen solchen aquamarinfarbigen Spinell. Gefasst ist der Stein in eine fein ziselierte Fassung aus Weißgold, die die Stilmerkmale des Art Déco aufweist und die Oberfläche mit feinen Gravuren und Millegriffes gliedert. Der Ring kam hier in Berlin zu uns. Ganz ähnliche Ringe finden wir immer wieder in alten Verkaufskatalogen der 1930er Jahre und so handelt es sich bei diesem Ring nicht zuletzt auch um ein Stück deutsche Schmuckgeschichte.

Schmuck in elegantem, kühlen und edlen Weiß - das war der Traum der Schmuckgestalter seit dem späten 19. Jahrhundert. Doch die technischen Möglichkeiten setzten diesem Traum noch einige Zeit einen Riegel vor. Diamanten waren zwar verfügbar, doch die heikle Stelle war die Frage nach dem richtigen Metall. Zunächst war nur Silber verfügbar, um daraus weißen Schmuck zu gestalten, doch läuft das Metall an und kann Verfärbungen auf Haut und Kleidern hinterlassen. Seit den Jahren um 1900 wurde dann immer häufiger Platin verwendet, doch war dessen Bearbeitung schwierig und das Metall noch viel teuerer als Gold, sodass es hier meist bei Auflagen aus Platin auf der Schauseite der Stücke blieb. Erst als im Jahre 1912 in Pforzheim die massentaugliche Herstellung von Weißgold geglückt war, durch eine kluge Legierung von Gold mit anderen Metallen, war der Weg frei für rundum weißen Schmuck. Es sollte nun jedoch noch bis zur Zeit nach dem 1. Weltkrieg dauern, bis sich das neue Metall richtig durchsetzte: Mit der Mode des Art Déco jedoch gab es hier kein Halten mehr.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


UNSER VERSPRECHEN

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