Verführerischer Aufbruch

Große Brosche/Anhänger des floralen Jugendstil mit Diamanten, um 1900

Die Weltausstellung des Jahres 1900 in Paris zählte über 48 Millionen Besucher. Auf dem Höhepunkt der Belle Époque lautete das offizielle Ausstellungsmotto: „Bilanz eines Jahrhunderts“, doch statt eines Rückblicks auf das Gewesene triumphierte hier der auf den Bruch mit den traditionellen Formen gerichtete Jugendstil, der bereits in ganz Europa Kunst und Kunstgewerbe prägte. Er war auf dieser großen Ausstellung erstmals in seiner ganzen Fülle der Formen zu sehen und begeisterte die Besucher scharenweise. Das Diamantschmuckstück, welche wie ihnen hier vorstellen möchten, entstammt genau dieser Periode des Kunstgewerbes. Das Schmuckstück, das als Brosche und auch als nhänger getragen werden kann, besticht durch seine zauberhaften, so ganz typische Jugeldstilformen: Die großen dynamischen Schwünge, seine asymmetrische Form und die ganz eigene Leichtigkeit des kostbaren Entwurfes zeigen alle Eigenschaften, für welche das französische Art Nouveau bekannt geworden ist. Die Brosche besteht aus Gold, dem eine Schauseite aus Silber vorgelegt ist. Diese im ganzen 19. Jahrhundert typische Technik sollte den zahlreichen Diamanten im Rosenschliff, mit denen das Stück reich belegt ist, eine optimale Umgebung schaffen, um von der Farbigkeit des Goldes unverfälscht ihren weichen Schimmer entfalten zu können. Platin oder Weißgold standen dem Goldschmieden im 19. Jahrhundert noch nicht zur Verfügung. Silber hingegen konnte verarbeitet werden und wurde gerade auch für seinen dunkleren Glanz in den Tiefen der Schmuckstücke geliebt: Das Licht der Diamanten schafft so einen ganz eigenen, besonderen Eindruck, der zum weichen Licht der Boudoirs der Zeit passt. Die schwingenden Linien der Brosche bilden eine stilisierte Pflanzenform, die wie ein Gewächs aus einem Zaubergarten wirkt und deren energiegeladene Dynamik beinahe belebt erscheint. So liegt ein formschönes Diamantschmuckstück der Jahrhundertwende vor, das uns das französische Art Nouveau wunderbar vor Augen führt.

Die Vorgänger unserer heutigen Broschen waren Fibeln, die Mantelschließen getragen wurden. Diese Schmucksücke ähnelten einer Sicherheitsnadel und diente dazu, Kleidungsstücke an den Schultern zusammenzuhalten. Diese Fibeln kündeten auch vom Status ihres Besitzers und bereits in der Bronzezeit wurden sie mit Figuren verziert und kunstvol ausgestaltet. Die Römer gestalteten ihre Fibeln zum Teil so prachtvoll, dass sie mit Luxussteuern belegt wurden. Die Fibel – und seit dem Mittelalter ein ähnlich gestaltetes Schmuckstck namens Fürspann – sorgte fast 3.000 Jahre lang für den korrekten Sitz der Kleidung. Spätestens seit der Erfindung des Knopfes waren Fibel und Fürspann in ihrer Funktion allerdings zunehmend überflüssig - und konnten sich nun, zunächst am Hof Ludwig XIV. im 17. Jahrhundert, zu reinen Schmuckobjekten entwickeln.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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