„Starlit“-Express

Ausdrucksstarker vintage Ring mit Zirkon & Perlen in Gold um 1970

Schmuck der 1970er Jahre hat in vieler Hinsicht mit den Moden der Jahrzehnte zuvor gebrochen. Statt dem hellen Weiß der 1960er schlug die Welle des Geschmacks wieder hin zu warm leuchtendem Gelbgold. Überhaupt waren warme Töne wieder mehr gefragt: Orange und Braun, kräftige Farbsteine wie Granat und Rauchquarz wurden gern eingesetzt. Die Formen blieben dabei oft ungegenständlich und kraftvoll. In dieser Formsprache zeigt sich auch der vorliegende Ring aus Gelbgold. Der durchbrochene gearbeitete Ring präsentiert in seiner Mitte einen geheimnisvoll blauen Edelstein, der von zwei schimmernden Perlen flankiert wird. Es handelt sich bei dem Stein um einen Zirkon, einem in Deutschland kaum bekannten, kostbaren und natürlichen Edelstein. Nichts hat er mit dem preiswerten Diamantersatz „Zirkonia“ gemein, der im Labor hergestellt wird und im Grunde wertlos ist. Echte Zirkone sind kostbare Edelsteine, die in vielen schönen Farben vorkommen können, wobei besonders die blauen Exemplare besonders geschätzt und hoch bezahlt werden. Diese blauen Zirkone nennt man „Starlit“ und sie entstehen, indem man natürliche dunkelbraune Zirkone bei Temperaturen um die 800 Grad Celsius für zwei bis zweieinhalb Stunden brennt – mit etwas Glück entsteht dabei das unverwechselbare Blau, das zu den begehrtesten Farben im Spektrum der Zirkone zählt und am höchsten bewertet wird. In der Kombination mit zwei Perlen aus den Tiefen des Meeres kann dieser Stein seine wunderbare Farbe natürlich besonders gut ausspielen. Der Ring, mit seiner plastischen, voluminösen und dennoch leichten Form ist ein kostbares Schmuckstück der 1970er Jahre und ein heute noch wundervolles Geschenk.

Schon im Altertum war der Zirkon als Edelstein bekannt und wurde an einigen der weltweit ältesten archäologischen Ausgrabungsstätten gefunden. Er taucht in verschiedenen alten Schriften auf, darunter in der Bibel und einem Hindu-Gedicht über den mythischen Kalpa-Baum, der mit Blättern aus Zirkon geschmückt gewesen sein soll. Einige Quellen erwähnen eine jüdische Legende, in der ein Engel namens „Zirkon“ vorkommt, der im Garten Eden über Adam und Eva wachen sollte. Unter seinem alten Namen „Hyazinth“ findet der Zirkon mehrfach in der Bibel Erwähnung, zuerst als einer der „feurigen Steine“ (Hesekiel 28, 13-16), die Moses überreicht und in den Brustschild Aarons eingesetzt werden (2. Mose 28, 15-30), und dann als einer der zwölf Edelsteine, die die Grundsteine der Stadtmauer des Himmlischen Jerusalem schmücken werden (Offenbarung 21, 19-20). Andreas, Bischof von Caesarea, war Ende des 10. Jh. einer der ersten Kirchenschriftsteller, die die zwölf Edelsteine des Himmlischen Jerusalem mit den Aposteln in Verbindung brachten: Den Hyazinth (Zirkon) wies er dem Apostel Simon zu.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


5 Gründe, die Sie zum Strahlen bringen!

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