Locketomanie

Außergewöhnlich großes Gold-Medaillon mit Gemme, um 1870

So allgegenwärtig waren Medaillons jeglicher Gestalt eine zeitlang, dass die Zeitschrift „London Society“ im Jahre 1870 einen humoristischen Cartoon von Alfred Thomas unter dem passenden Titel „The Locketomanic“ (Die Medaillonverrückte) veröffentlichte (siehe letzte Abb.). Sie zeigt eine modisch gekleidete Dame, die mehr als dreißig verschiedene Medaillons an jeder nur erdenklichen Stelle trägt. Diese kleine Zeichnung verdeutlicht mit einem Augenzwinkern, wie beliebt diese Schmuckstücke in der Epoche Queen Viktorias waren. Bei dieser großen Vorliebe für Medaillons verwundert es nicht, dass sich alsbald immer neue Typen herausbildeten, die durch ihren Besatz, ihre Form oder durch ihre Größe auffielen. Das vorliegende Medaillon etwa ist von solch ungewöhnlicher Größe, dass es beinahe einen Handteller füllt. Inmitten eines gewölbten, satt glänzenden Goldrahmens präsentiert es mittig eine auffallend qualitätvoll geschnitzte Gemme. Die Gemme aus Lagenstein zeigt eine Frau, deren griechisches Profil sich in edlem Weiß vor dem rosigen Grund abhebt. Doch ist hier nicht, wie so oft, eine Göttin oder Muse der Antike dargestellt, sondern vielmehr eine Dame aus zeitgenössischem Kontext, deren üppige Haarpracht im Stil der Jahre um 1870 frisiert ist. Ein Haarnetz hält die Längen im Nacken zusammen, während eine Korkenzieherlocke bis auf ihre Schulter fällt. Ein langer, floraler Ohrring schmückt ihr Ohrläppchen und ein antikisierendes Gewand verweist ebenso wie die Darstellung im Profil auf die antiken Vorbilder der im 19. Jahrhundert so beliebten Gemmen. Angesichts seiner Größe, Kostbarkeit und Qualität wird das Schmuckstück selbst um 1870 aus der Flut zeitgenössischer Medaillons hervorgestochen sein. Ein herausragendes Beispiel der „ Locketomanie“ jener Jahre, ist das Medaillon gleichermaßen perfekt erhaltenes Sammlerstück als auch würdiger Aufbewahrungsort für geliebte Fotografien, Haarlocken oder Briefchen. Wir haben es in Großbritannien erwerben können, wo es vermutlich auch entstand.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


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