Ein zweites Leben

Beeindruckende Ohrringe aus Schaumgold-Elementen des Biedermeier, um 1840

Wer in früheren Generationen Schmuck nach der neuesten Mode besitzen wollte, ging nur selten zum Juwelier um ein bereits fertiges Stück zu kaufen. Weit häufiger führte der Weg zu einem Goldschmied, um dort nach eigenen Ideen ein neues Schmuckstück anfertigen zu lassen. Zwar gab es auch um 1890 bereits große Juwelierskaufhäuser mit immenser Auswahl, die fertige Manufakturwaren feil boten, doch noch war auch die ältere Tradition lebendig, Schmuck ganz individuell anfertigen zu lassen. Statt die Stücke komplett aus dem Nichts ganz neu zu schaffen, wurden dabei oftmals bereits Edelsteine oder Teilstücke schon bestehender Ringe, Broschen und Colliers miteinbezogen. So entstanden Schmuckstücke, die ebenso traditionsverbunden wie modern sein konnten. Dieses typisches Vorgehen unserer Vorväter können wir bei diesem Paar Ohrringe sehen, die in London zu uns gefunden haben: Die großen Hänger verwendet zwei antike Fragmente eines Armbandes der 1840er für eine ansprechende Kreation. Die Elemente sind aus hohl getriebenem Gelbgold gefertigt, das wegen des leichten Gewichts solcher Arbeiten auch „Schaumgold" genannt wird. Hierbei handelt es sich um eine typische Verarbeitungstechnik des frühen und mittleren 19. Jahrhunderts. In diesem Fall ist das Gold in die Form typischer Elemente biedermeierlichen Schmucks gebracht. Fein geschwungene Voluten und florale Motive geben den Elementen eine nostalgische Note. In früherer Zeit wurden die Elemente mit Bügeln und eleganten Abhängungen versehen und können so als Ohrschmuck getragen werden. Diese ansprechende Formgebung gibt den Ohrringen eine feminine, elegante Ausstrahlung; ihr Farbklang ist reich und warm. Ein schönes, sofort zu tragendes Paar.

Das Biedermeier, die Epoche nach dem Wiener Kongress, mit der starken Konzentration auf das Familiäre, das Häusliche, hat eine große Vielfalt an Schmuckentwürfen hervorgebracht. Schmuckstücke aus Schaumgold waren beliebte Geschenke und Unterpfand der menschlichen Zuneigung. In einer Zeit in der Gold sehr teuer war, sind in dieser heute vergessenen Technik gefertigten Schmuckstücke immer aus einem Goldblech getrieben und mit einem Harz gefüllt um das recht dünnen Gold stabil zu halten und so große und eindrucksvolle Schmuckstücke aus möglichst wenig Gold herstellen zu können.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.