Französische Finesse

Bezaubernde antike Platin-Brosche mit Diamantbesatz, Frankreich um 1915

Die bezaubernde Finesse der hier vorliegenden Brosche hat uns, als wir das Schmuckstück zum ersten Mal sahen, sofort überzeugt. In einem schnörkellosen, modern wirkenden Rahmen sind feinste Schleifen und Lorbeerranken ausgestreut. Nur feinste Stege verbinden die einzelnen Elemente (und sind doch stabil), minutiös hat der Goldschmied die feinen Detail der Blätter und Bänder mit Diamanten ausgefasst und mit zart funkelnden Millegriffes verziert. Die Brosche ist ganz aus Platin gearbeitet und damit ein frühes Beispiel für solch einen Schmuck. Nur mit Platin war es möglich, die feinen Stege und Formen zu schaffen und dennoch ein stabiles und tragbares Schmuckstück zu schaffen. Nur eine Generation zuvor war man technisch noch nicht recht in der Lage, Platin wirklich zu verarbeiten. Nur einige wenige, kostbare Beispiele haben sich etwa von Cartier erhalten. Doch auch zur Entstehungszeit des Stückes blieb Schmuck aus Platin eine besondere Kostbarkeit. All dies, die feine Verarbeitung, der schöne Entwurf und nicht zuletzt der materielle Wert der Brosche mögen die Gründe dafür gewesen sein, dass die feine Arbeit, welche ursprünglich wohl das Mittelteil einer halsnahen Perlenkette war, in den Jahren zwischen den Kriegen zu einer Brosche umgebaut wurde. An den Seiten sehen wir noch die Löcher, an denen ursprünglich sechs Perlenstränge angeknotet waren. Doch waren solche eng am Hals getragenen Collier de Chiens nach dem Krieg vollkommen aus der Mode. Als Brosche konnte die Arbeit jedoch noch weiterhin mit Freude getragen werden – nicht anders als heute. Eine historische Punzierung an der Seite zeigt, dass die Brosche in Frankreich entstanden ist. Die Punzierung wurde in dieser Form nur in den Jahren zwischen 1912 und 1926 gebraucht. Form und Verarbeitung zeigen die Entstehung um 1915.

Die Jahre kurz nach 1900 haben mit dem sogenannten „Garland Style“, dem „Girlandenstil“, eine Formsprache in die Welt des Schmucks gebracht, die dem Jugendstil eine klassischere, feinere Stilauffassung entgegensetze. Anlehnungen an Formen des Louis XVI und feine Motive aus der klassischen Antike belebten einen Neoklassizismus, der kleine, zarte Lorbeerranken ebenso schätzte wie minutiöse Festons und Verzierungen mit winzigen Millegriffes. Die Schmuckstücke in diesem Stil wurden von den Goldschmieden in Paris, London und Wien in kostbaren Materialen ausgeführt, reich besetzt mit Diamanten, gefasst in Silber oder Platin. Hierbei entstand ein kristalliner, kühler und darin ganz besonders eleganter Eindruck: Diese besonderen Juwelen in weiß strahlen überirdisch verführerisch, ein wenig weltentrückt und damit besonders luxuriös. Mit der beginnenden Moderne wurden die Entwürfe dann ungegenständlicher, dynamischer und die Formenwelt des Art Déco setzte sich durch.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


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