Teint wie Porzellan

Antike Brosche mit Porzellanmalerei einer Mutter mit Kind, um 1840


690,00 € *
Inhalt 1 Stück
inkl. ges. MwSt., versandkostenfrei
Antike Brosche mit Porzellanmalerei einer Mutter mit Kind, um 1840
Antike Brosche mit Porzellanmalerei einer Mutter mit Kind, um 1840
Beschreibung
Um die Mitte des 19. Jahrhunderts herum fand ein neues Material Eingang in den Schmuck: Das Porzellan. So neu war es eigentlich gar nicht, war das europäische Porzellan doch bereits zu Anfang des 18. Jahrhunderts erfunden worden – doch war es erst später so weit, kostengünstig und effektiv genug hergestellt zu werden, als dass es einen Vorteil gegenüber dem Email hatte. Zuvor hatte das Porzellan nur die Tafeln der Fürsten zieren dürfen, die das Arkanum, also die Rezeptur des Porzellans, eifersüchtig bewachten, sodass es sich entsprechend langsam verbreitete. Mitte des 19. Jahrhunderts aber florierten in ganz Deutschland verschiedene Porzellanmanufakturen: Nicht nur Meissen und die KPM Berlin, sondern auch kleinere Manufakturen wie in Thüringen. Dort wurden kleine Porzellanplättchen von Hausmalern bemalt, Porzellanmalern, welche außerhalb der Manufakturen mit Arbeiten für Schmuckhersteller oder Privatleute ihr Gehalt aufbesserten. Aus diesem Zusammenhang stammt auch das Porzellanplättchen in unserer Brosche. Die Plakette zeigt eine junge Dame in italienischer, ländlicher Tracht. Ihr dunkles Haar ist mit einer zeittypischen Haube verdeckt. Ein Korb mit frischen Zitronen deutet an, dass es sich um eine Bäuerin auf dem Weg zu Markt handelt. Auf dem Rücken trägt sie ihr Kind, dessen Gesicht sich inniglich an das ihre schmiegt. Die Genreszene verklärt das vermeintlich unbeschwerte Landleben auf romantische Weise. Denn die sich immer stärker bemerkbar machende Industrialisierung weckte im Bürgertum des mittleren 19. Jahrhunderts die Sehnsucht nach solchen Darstellungen, die den Zwängen der Gegenwart eine verklärte Vergangenheit gegenüberstellten. Wir kennen Szenen wie diese aus zahlreichen Skizzen, Drucken und Gemälden, welche in Italien für die internationalen Reisenden entstanden. Ein berühmter Künstler der Zeit, Bartomoleo Pinelli (1781–1835), etwa war spezialisiert auf die Darstellung des vermeintlich einfachen Volkes. Er schuf eine ganze Druckserie mit „Costumi pittoreschi“, also Genreszenen der Landbevölkerung in ihrer Lokaltracht. Ein Blatt wie das hier anbei gezeigte war sicherlich die Vorlage auch für die Malerei der Brosche.. Ein Rähmchen aus vergoldetem Silber, das mit seinen dekorativen Blattornamenten an einen Bilderrahmen erinnert, hält die Plakette. Das so entstandene Schmuckstück ist ein schönes Zeugnis des späten Biedermeier, das Handwerkskunst mit dem Zeitgeist der späten Romantik verbindet.
Mehr Lesen
Größe & Details
Antike Brosche mit Porzellanmalerei einer Mutter mit Kind, um 1840
Teint wie Porzellan
690,00 € *
Inhalt 1 Stück
inkl. ges. MwSt., versandkostenfrei
Unser Versprechen
Unser Versprechen
Unser Versprechen

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen – damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.

Mehr Erfahren