Südliche Sonne

Biedermeierliche Citrin-Parure mit Diamanten in Gold, um 1840

Wenn Citrine eine besonders intensive, orangebraune Farbe haben, nennt man sie Madeira-Citrine. Der Name nimmt Bezug auf die Farbe des Madeiraweins, der Spezialität der portugiesischen Insel: Intensiv lodernd, funkelnd und warm leuchtend, scheint das Licht eines unendlichen Sommerabends in diesem Edelsteinen eingeschlossen zu sein. Die hier vorliegende Parure, ein Set aus Anhänger mit Kette, Armband und Ohrringen, fasst 16 Madeiracitrine in warm glänzendes Gold. Kleine Diamanten fügen weitere Glanzpunkte hinzu. Dabei wirkt es, als hielten knorrige Äste die Edelsteine am Platz, nur hier und da erblüht eine kleine gravierte Blüte. Schmuck mit naturalistischen Pflanzenmotiven, Blättern, Blüten, doch vor allem verschlungenen Ästen aus Gelbgold mit warm leuchtenden Farbsteinen war die große Mode der 1840er Jahre. Auch die hier vorliegenden Schmuckstücke sind in dieser Zeit in aufwendiger Handarbeit entstanden. Die Äste z.B, sind aus Goldblechen jeweils einzeln gefertigt, sodass jedes der auf den ersten Blick gleichen Elemente doch unterschiedlich ist. Die Fassungen der Diamanten aus Silber sind zudem auf ihren Rückseiten mit Goldblech belegt, sodass es auf der Haut und der Kleidung zu keinerlei Abfärbungen kommen kann. All dies spricht neben dem Entwurf für eine Entstehung im 19. Jahrhundert. Alle Schmuckstücke tragen auf ihren Schließen und Ösen portugiesische Punzen, genauer. Punzen des Prüfamtes Lissabon der Jahre um 1990 für importierte Schmuckeinzelteile. Dies zeigt, dass das Set in jener Zeit restauriert wurde. Die Klappbrisuren der Ohrringe schließen nun wieder sicher und durch die große, aufklappbare Öse des Anhängers lässt sich sogar eine Perlenkette fädeln. Auch wurde dem Armband ein Sicherungskettchen mit Federschließe angefügt, um jedes unbeabsichtigte Abstreifen des Bandes zu verhindern. Wo genau die Schmuckstücke einst entstanden, wissen wir nicht zu sagen; die Form des Entwurfes spricht für eine Entstehung in Mitteleuropa, auch Frankreich ist denkbar. Wir haben es in Portugal entdeckt. Offenbar gefiel der warme Glanz der Madeiracitrine auch hier, im sonnigen Süden unseres Kontinents.

Was für ein Fest der Farben! Schmuck der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, jener Jahre, die als „Biedermeier“ bekannt geworden sind, blüht und glüht oftmals in den reichsten Tönen des Regenbogens. Grundlage bildet zumeist ein warm glänzendes Gelbgold, das durch eine zusätzliche Feinvergoldung besonders satt schimmert. Das Gold bildet Rahmen und Ranken in floralen, von der Natur entlehnten Formen, welche mit farbigen Akzenten versehen werden: Kostbare Edelsteine aus der Heimat und den fernsten Ländern werden kombiniert. Perlen und Korallen ergänzen weiße und rote Farbpunkte. Und oftmals gesellen sich noch farbige Emaillierungen hinzu, um das schöne Spektrum zu vervollständigen.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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