Mansions built by Nature’s hand

Britische Erbskette mit Handschließe aus Pinchbeck, um 1820

The stars are mansions built by Nature’s hand, And, haply, there the spirits of the blest Dwell, clothed in radiance, their immortal vest... (William Wordsworth) Es gibt kaum ein Schmuckstück das so typisch ist für britischen Schmuck des frühen 19. Jahrhunderts wie die lange Erbskette, engl. „belcher chain“, aus großen Gliedern und einer dekorativen Schließe. Sterne, Kreise, Streifen oder Punkte bilden in unendlicher Variation die Muster der meist geprägten, oft auch gravierten oder ausgestanzten Glieder. Kleine Hände oder Fässer, ebenso fein ornamentiert bilden die Schließen. Ginny Reddington Dawes und Olivia Collings bilden in ihrem Standardwerk Georgian Jewellery 1714-1830, Woodbridge 2007, auf S.12 und S. 36 eine Vielzahl dieser Ketten ab. Sie entstanden meist aus Gold, seltener aus Silber doch oft auch aus unedlem Material wie Pinchbeck und waren ein unverzichtbarer Teil der Tagesgarderobe der Dame von Stand. Die hier voliegende Kette ist genau solch ein Stück und in den Jahren um 1820 entstanden. Die Kette ist aus Pinchbeck, einer unedlen Messinglegierung gefertigt und mit einer Auflage aus Feingold versehen. Die Schließe in Handform trägt einen Fingerring und scheint uns eine goldene Kugel reichen zu wollen. Ihre Manschette leuchtet hell durch eine Auflage aus Silber. Die Kettenglieder wiederum leuchten in einem warmen Goldton und tragen einen nicht enden wollenden Reigen von Sternen. Wir haben die Kette in London entdeckt. Sie ist sehr gut erhalten und ein besonderes Zeugnis aus der Zeit von William Wordsworth, Mary Shelley und Samuel Taylor Coleridges.

Ein heute eher vergessenes Kapitel der Schmuckgeschichte sind die vielen durch die Jahrhunderte gebrauchten Ersatzmaterialien für die teuren Edelmetalle Gold und Silber. Die Namen dieser Erfindungen sind dabei Legion, vielleicht haben Sie schon einmal von Tombak gehört oder Alpacca, Neusilber oder auch Argentan? Im 19. Jahrhundert wurde Gold häufig durch Messing, also Legierungen aus Kupfer und Zink, ersetzt. Der Londoner Uhrmacher Christopher Pinchbeck (ca. 1670 – 18. November 1732) erfand eine besondere, nach ihm benannte Legierung, deren Farbe dem Gold besonders nahe kam und fortan vor allem in England besonders populär wurde. Zu Christopher Pinchbek vgl. Ginny Reddington Dawes / Olivia Collings: Georgian Jewellery 1714-1830, Woodbridge 2007, S. 80 S. 39f.

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Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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