Vom Wachsen und Werden

Brosche des floralen Jugendstil mit Diamanten & Naturperle, Paris um 1900

Das Wachsen und Werden der Pflanzen war eine der wichtigsten Inspirationsquellen für die Künstler des Jugendstil: Auf der Suche nach einer neuen Kunst, welche den durch die Industrialisierung und die großen Städte entwurzelten Menschen wieder mit sich und seiner Umwelt in Einklang bringen sollte, wandten sie sich den Naturformen zu und schufen hieraus ganz eigene, zuvor ungesehene Entwürfe. Besonders in Frankreich entstanden so dynamische, organische Formen; berühmt sind etwa die Metroeingänge Hector Guimards. Schnell wurde dieser neue Stil dann in allen anderen Ländern Europas rezipiert und immer auch auf eigene Art verändert. In Deutschland pflegte man einen Hang zur Geometrie, in Spanien zu phantastischen Formen, und in Großbritannien entwickelte sich eine ganz eigene Mode. Gerade im Bereich des Schmucks entstand hier eine Reihe leicht wiedererkennbarer Entwürfe, welche durch ihre Frische in Form und Farbe bis heute überzeugen. Die vorliegende, aus hochkarätigem, mattiertem Gold und Diamanten bestehende Brosche entstammt den Jahren um 1900. Sie ist laut Stempelung in Paris entstanden und zeigt den floralen Jugendstil französischer Prägung. Seine in sog. „Peitschenhieben“ verlaufenden Außenlinien erinnern an windgebeugte Schilfblätter und die kleinen Blüten und Diamanten an Knospen von Wasserpflanzen. Rings um einen viertelkarätigen Altschliffbrillanten in Krappenfassung sehen wir lanzettförmige Blätter und auslandende, elegante Schwünge, die in einer kleinen Naturperle zusammenlaufen, die dem Entwurf beweglich angehängt ist. Wie Krappen einer gotischen Kathedrale sind die Blattstrukturen randständig mit grauen Diamanten besetzt. So entstehen wundervolle Lichtreflexe. Die formschöne Diamantbrosche der Jahrhundertwende bringt uns das französische Art Nouveau vor Augen. Sie besticht durch die aufregende Eleganz der Verarbeitung und ihre floral-stilisierte Form ebenso wie ihre wunderbare Erhaltung. Zwei verdeckte Ösen machen die Brosche auch als Anhänger tragbar.

Die Vorgänger unserer heutigen Broschen waren Fibeln, die Mantelschließen getragen wurden. Diese Schmucksücke ähnelten einer Sicherheitsnadel und diente dazu, Kleidungsstücke an den Schultern zusammenzuhalten. Diese Fibeln kündeten auch vom Status ihres Besitzers und bereits in der Bronzezeit wurden sie mit Figuren verziert und kunstvol ausgestaltet. Die Römer gestalteten ihre Fibeln zum Teil so prachtvoll, dass sie mit Luxussteuern belegt wurden. Die Fibel – und seit dem Mittelalter ein ähnlich gestaltetes Schmuckstck namens Fürspann – sorgte fast 3.000 Jahre lang für den korrekten Sitz der Kleidung. Spätestens seit der Erfindung des Knopfes waren Fibel und Fürspann in ihrer Funktion allerdings zunehmend überflüssig - und konnten sich nun, zunächst am Hof Ludwig XIV. im 17. Jahrhundert, zu reinen Schmuckobjekten entwickeln.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


5 Gründe, die Sie zum Strahlen bringen!

Noch keine Artikel angesehen