Die Locke der Berenike

Antike Goldbrosche mit einer Achat-Kamee der Berenike, um 1870

Die hier vorliegende Brosche des späten 19. Jahrhunderts feiert eine tatkräftige Frau: Die Pharaonin von Ägypten und Königin von Kyrene Berenike II. Die Tochter des Königs von Kyrene und der syrischen Prinzessin Apama wurde um 270 v. Chr. geboren. Aus dynastischen Gründen wurde sie schon jung von ihrer Mutter mit Demetrios dem Schönen verlobt – dessen körperliche Anziehung aber offenbar so stark war, dass kurz nach dessen Ankunft die Mutter selbst ein Verhältnis mit Demetrios einging. Berenike, kurzentschlossen, zettelte daraufhin einen Aufstand an und ließ den untreuen Gatten noch im Schlafzimmer ihrer Mutter ermorden. Ihre Mutter indes ließ sie am Leben. Berenike wurde daraufhin zur Alleinherrscherin und entschied sich für die Heirat mit Ptolemaios III. von Ägypten, da sie ihre Stellung nicht verlieren wollte und wirtschaftliche Vorteile für ihr Königreich durch die Verbindung mit Ägypten erhoffte. Nachdem ihr Gatte dann im Jahr 246 v. Chr. in Syrien Krieg führte, lag die Verwaltung beider Länder ganz bei Berenike. Aus dieser Zeit stammt auch das Gedicht „Die Locke der Berenike“ des Callimachos. Demzufolge gelobte Berenike bei der gesunden Heimkehr des Königs eine Haarlocke zu opfern. Nachdem Ptolemaios tatsächlich wieder zurückkehrte, löste Berenike ihr Versprechen ein. Die Haarlocke wurde in den Tempel der Arsinoe Zepherites gebracht. Einen Tag später war sie verschwunden, und der Mathematiker Konon von Samos entdeckte sie am Himmel. Dieses Sternzeichen, das „Haar der Berenike“, erinnert noch heute an die schlagkräftige Königin, welche ihr Reich und ihre Stellung in einer Gesellschaft von Männern wohl zu verteidigen wusste. Die hier vorliegende, runde Brosche setzt ihr ein weiteres Denkmal. Schön und detailliert ist das Profilbildnis der Berenike in einen zweifarbigen Lagenachat geschnitten. Ihr reiches Haar wallt in schönen Locken in ihren Nacken. Die Fassung aus Gold mit zwei umlaufenden antikisierenden Perlstäben unterstreicht die Ehrung der Berenike. Ihr Entwurf folgt der Mode der 1870er Jahre für runde Broschen und wirkt wie ein großes Schild, sodass die Königin, welche ihre Rechte so beherzt verteidigte und dafür in den Himmel aufgenommen wurde, selbst wie ein selbstbewusstes Zeichen, ein Wappenschild getragen werden kann.

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