Aus fernen Landen

Antiker Anhänger der Belle Epoque mit Peridot & Diamanten, England um 1890

In den späten Jahren der viktorianischen Regentschaft entdeckten die Briten einen alten, sagenumwobenen Ort wieder: Die Johannesinsel im roten Meer vor Ägypten. Hier wurden schon im Altertum Peridots geborgen, bis sie in Vergessenheit geriet und dann erst im 19. Jahrhundert wiederentdeckt wurde. Seit der Übernahme der Herrschaft des Landes am Nil ab 1882 durch die Briten fanden die Edelsteine Ägyptens Eingang in den britischen Schmuck jener Jahre. Der Peridot spielte hierbei eine besondere Rolle, denn der grüne Stein gilt der Sage nach als Lieblingsstein der letzten Pharaonin Cleopatra. Mit der Wiederaufnahme des Peridot-Abbaus auf der Johannesinsel begann somit eine große Mode, welche den Peridot in den Blickpunkt eleganter Schmuckentwürfe rückte. Denn so gesucht und doch so selten waren Peridots zuvor gewesen, dass besonders große und schöne Exemplare lange Zeit aus alten Schmuckstücken entnommen worden waren, um sie neu zu verarbeiten (vgl. Arthur Herbert Church, Precious Stones..., Victoria and Albert Museum, London 1913, S. 109). Nun konnten die Schmuckentwerfer und -liebhaber sich ganz und beinahe ohne Einschränkung dieser Leidenschaft für den grünen Edelstein hingeben. Das vorliegende Collier aus den späten Jahren des 19. Jahrhunderts fasst zwei der grasgrünen Steine in einem zeittypischen Entwurf. Symmetrisch angeordnetes Blattwerk aus goldverbödetem Silber ist durch feine Kettchen miteinander verbunden. Während eine großer, besonders schöner Peridot in der Mitte des Entwurfs funkelt, ist ein tropfenförmiger Peridot pendelnd angehängt. Die grünen Edelsteine sind in Gold gefasst, während die insgesamt 19 Diamanten in unterschiedlichen alten Schliffen in Silber glänzen. Die Gestaltung des hochwertigen Schmuckstück lässt den Einfluss des Neo-Rokoko erkennen. Der Anhänger ist sehr gut erhalten, wir haben ihn in London entdeckt und mit einer farblich passenden Kette aus hochkarätigem Weißgold versehen.

Hauptabbaugebiet des Peridots war seit der Antike bis weit in das 20. Jahrhundert die St.-Johannes-Insel im Roten Meer. Die Insel, auch unter dem Namen Zabargad bekannt, ist unbewohnt und Gegenstand vieler Mythen und Legenden. Der antike Autor Plinius der Ältere kennt sie als „Topazos“, andere Autoren der Antike meinen, auf ihr wohnten wilde Höhlenmenschen, welche ihre Schätze dort gegen alle Fremden verteidigen. Ihr deutscher Name indes stammt wohl von der Legende des Priesterkönigs Johannes, dessen vermeintliches Reich im Mittelalter bekannt war, von dessen genauer Lage indes niemand etwas wusste.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


5 Gründe, die Sie zum Strahlen bringen!

Noch keine Artikel angesehen