Roma quanta fuit, ipsa ruina docet

Ein antikes Mikromosaik des Kolosseum in späterer Fassung, Rom um 1850

Roma quanta fuit, ipsa ruina docet – „Wie groß Rom war, davon zeugen selbst seine Ruinen.“ Dieses zu einem Sprichwort gewordene Zitat Francesco Albertinis (1469 - nach 1510) beklagt den Untergang der Antike. Aus der Sicht des italienischen Gelehrten und Humanisten der Renaissance hatte die Zeit seit dem Niedergang des Imperiums nur Verfall gebracht – und sehnsüchtig und ein wenig traurig ahnten Künstler, Architeken und Schriftsteller des frühen 16. Jahrhunderts, welchen Schatz an Kultur, Technik und Wissen sie erst wieder mühsam neu erlangen mussten. Doch „Wie groß Rom war, davon zeugen selbst seine Ruinen“ - dieser Satz Albertinis wurde bald auch ins Ironische gewendet. Denn mit jedem Schritt weiter hin zur Erforschung der Antike wurde man auch der Risse, der Spannungen und der Untiefen dieser Epoche gewahr. Zwar künden noch immer die Ruinen groß und ehern von dem Reich der Römer – doch war vielleicht doch nicht alles so nachahmenswert und vorbildhaft, wie zwischenzeitlich angenommen? Der hier vorliegende Brosche präsentiert uns ein fabelhaftes, detailreiches Mosaik mit einer Darstellung der Ruine des Kolosseums. Unter dem römischen Himmel, zwischen Lichtblau und einem leichten Rosé, ragen die Mauern des Amphitheaters in die Höhe. Doch was lehrt uns der Blick auf die Ruine? Sicher eine Lektion über die Vergänglichkeit, über den Untergang des Imperiums und seiner Kultur, und Ehrfurcht vor dem Lauf der Welt. Doch birgt der Blick auch Hoffnung: Denn der Ort, an dem tausende Sklaven, Gefangene, Christen und Tiere zum Vergnügen der Stadtbevölkerung ihr Leben lassen mussten, ist nun, als Ruine, ein friedvoller Ort geworden: Von der Größe Roms, die auch eine schreckliche, brutale Größe war, kündet diese Ruine. Und zeigt zugleich, dass es auch Besserung geben kann in der Welt und vielleicht sogar Fortschritt. Das Mosaik stammt aus den 1850er Jahren und ist exzellent erhalten. In der Zweiten Hälfte des 20. Jahrhundert wurde es mit einer schlichten Fassung aus vergoldetem Silber versehen und als Brosche tragbar gemacht.

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