Freche Früchtchen

Lebensfrohe vintage Brosche mit Türkisen & Diamanten, Italien um 1955

Heiter und lebensfroh zeigt sich die vorliegende Brosche aus der italienischen Nachkriegzeit. Das Schmuckstück ist aus hochkarätigem Gold geschmiedt und zeigt sich in Form eines kleinen Blumenstraußes. Drei Blüten - oder sind es gar schon Früchte? - sind reich mit qualitätvollen Türkisen besetzt und erscheinen so in himmelblau. Kleine Diamanten im Achtkantschliff besetzten die Kelchblätter und fügen dem Schmuckstück weiße Glanzpunkte hinzu. Die Brosche einer norditalienischen Goldschmiede entstand ausweislich ihrer Formgebung und des Goldstempels in den 1950er Jahren. Gegenständlich gestaltet, wendet sich ihr Entwurf gegen die Abstraktionen des Art Déco ebenso wie gegen den gerade in Italien verbreiteten Klassizismus der unmittelbaren Vorkriegsjahre und bezeugt so den Willen zu einem vollkommenen Neuanfang. Mit Leichtigkeit und Witz wird hier den Entbehrungen des Krieges entsagt und sich der Zukunft zugewandt, ohne zugleich zu vergessen, den neuen Reichtum des Wirtschaftswunders auch im Bereich des Schmuckes auszudrücken. Die Brosche ist in massivem Gelbgold ausgeführt und reich besetzt: So war und ist sie Wertanlage und attraktiver Schmuck zugleich.

Die Schönheit exotischer Edelsteine spielt in der Motivik von Schmuckstücken eine außerordentliche Rolle. Besonders Arbeiten mit persischen Türkisen waren im Bürgertum aller Zeiten ausgesprochen beliebt, da das Mineral aufgrund seiner Farbe mit Bedeutung aufgeladen wurde. Sie erinnerte die Bürger des 19. Jahrhunderts an die Blüten eines Vergissmeinnicht, weshalb der Türkis selbst in der Sprache der Juwelen diese sprechende Bedeutung annahm. Doch auch die Namensgeschichte dieses Steins ist interessant. Als frühe Bezeichnung kann relativ sicher das altgriechische καλάϊνος Kalláïnos (blau und grün schillernd) angenommen werden (aus Plinius, Naturalis historia). Etwa Anfang des 13. Jahrhunderts kam dann die französische Bezeichnung Turkoys auf, die sich ab dem frühen 15. Jahrhundert in die Bezeichnung pierre turquoise wandelte und übersetzt „türkischer Stein“ bedeutet. Diese Wortschöpfung beruht jedoch auf einem Missverständnis, denn Türkis wurde damals lediglich aus dem Gebiet des heutigen Iran in die Türkei importiert und dort gehandelt.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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