Der Mond ist aufgegangen

Prachtvolle viktorianische Brosche mit Peridots & Diamanten, um 1890

Ein Halbmond leuchtet uns mit dieser viktorianischen Brosche aus lindgrünem Peridot und weißem Diamant entgegen. Wir fühlen uns in eine laue Frühlingsnacht versetzt, in welcher der Mond ein sanftes, weiches Licht auf den erblühenden Garten legt. Dreizehn rundfacettierte Peridots und sechs glitzernde Diamanten haben hier zu einer anmutigen Mondsichel zusammengefunden. Die Material-Kombination unserer Brosche aus Gold und Silber war vor Erfindung des Weißgoldes, als man auch Platin noch nicht zu verarbeiten wusste, weit verbreitet: Sie sollte Edelsteine heller erstrahlen lassen, sie nicht durch das warme Gold tönen. Schmuckstücke mit Symbolen wie Stern und Sichelmond sind Zeugnisse der Orient-Mode der Mitte des 19. Jahrhunderts. Anders als in den Jahrhunderten zuvor – noch im 18. Jahrhundert standen die Türken vor Wien – sah man im Osmanischen Reich keine Bedrohung mehr, sondern ein begehrenswertes, fremdes und exotisches Gegenüber. Gerade in den Jahren um 1890 – am Ende eines bewegtes Jahrhunderts voll technischer Neuerungen – sehnte man sich nach einer beschaulich-ruhigen, und zugleich abenteuerlich-exotischen Ferne, als Ausweg aus den Zwängen des Lebens in der Gegenwart. Schmuckstücke wie die vorliegende Brosche illustrieren diesen Orientalismus, genau wie die großen Gemälde der Kunstausstellungen dieser Jahre. Auch die Edelsteine wird ein Bezug zum Orient hergestellt (vgl. „Erfahren Sie mehr“). Zudem hat die Mondsichel im Islam eine besondere Bedeutung, da sich das islamische Jahr nach dem Mondkalender richtet und zahlreiche religiöse Feste und andere Termine mit dem Erscheinen des neuen Mondes zusammenhängen. So beginnt auch der Fastenmonat Ramadan erst mit dem Erscheinen der Mondsichel.

Der Peridot stammt von einem Ort, den bis heute nur wenige Menschen betreten haben. Hauptabbaugebiet des Peridots war seit der Antike bis weit in das 20. Jahrhundert die St. Johannes-Insel im Roten Meer. Die Insel, auch unter dem Namen Zabargad bekannt, ist unbewohnt und Gegenstand vieler Mythen und Legenden. Der antike Autor Plinius der Ältere kennt sie als „Topazos“, andere Autoren der Antike meinen, auf ihr wohnten wilde Höhlenmenschen, welche ihre Schätze gegen alle Fremden verteidigen. Ihr deutscher Name indes stammt wohl von der Legende des Priesterkönigs Johannes, dessen vermeintliches Reich im Mittelalter bekannt war, von dessen genauer Lage indes niemand etwas wusste. Die Bergwerke der Insel wurden bereits in der Antike ausgebeutet, doch im 13. Jahrhundert offen gelassen. Erst zum Beginn des 19. Jahrhunderts begann ein europäisches Konsortium mit dem neuerlichen Abbau der Steine. Zum Ende des Jahrhunderts wurde der Peridot dann in Großbritannien ein wahrer Modestein.

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