Tausendsassa

Prachtvolles Collier in Gold mit abnehmbarer Brosche, Deutschland um 1885

Eklektizismus, dieses Wort fällt häufig im Zusammenhang des Historismus, der die Jahre zwischen etwa 1870 und 1914 stilistisch dominierte: Denn vergangene Stile wurden in jenen Jahren nicht nur wiederbelebt oder kopiert, sondern nach einiger Zeit setzten sich aus unterschiedlichen Stilelementen ganz eigene Entwürfe zusammen, die gerade deshalb, ganz typisch sind für ihre Entstehungszeit und in keiner anderen Epoche hätten entstehen können. Das vorliegende Collier etwa ist so ein Schmuckstück, das sich nicht so recht entscheiden will, und dies auch gar nicht muss: Denn neben verschiedenen Formen und Farben vereint es sogar unterschiedliche Tragemöglichkeiten. Drei der am höchsten geschätzten Edelsteine vereint das Collier auf seinem Mittelstück: Den Diamanten, den Rubin und den blauen Saphir. Zahlreiche kleine Flussperlen besetzen das Gold weiterhin. Ähnlich geht es dann bei den figürlichen Elementen zu, welche an feinen Kettchen vom Mittelteil herabhängen: Mit einem Stern, zwei mit Blättchen versehenen Blüten und dem Kleeblatt sind die wohl populärsten Schmuckmotive jener Zeit hier versammelt – und doch ist es dem ausführenden Goldschmied gelungen, all diese unterschiedlichen Elemente zu einem harmonischen Ganzen zu verbinden, das bei jedem Blick ein neues Detail offenbart. Weitere Blüten und Abhängungen mit Perlchen wiederholen sich dann seitlich an zarten, girlandenartigen Kettchen. Die Vielseitigkeit des Schmuckstücks erschöpft sich jedoch nicht in seiner Materialität. Denn das Mittelteil des Colliers lässt sich abnehmen und einzeln als Brosche tragen; und wenn es doch einmal prachtvoller zugehen soll, und die beiden Elemente wieder zueinander finden, dann lässt sich anhand einer auszuhakenden Kette sogar die Tragelänge des Colliers variieren. Das schöne Schmuckstück ist sehr gut erhalten und ein perfektes Beispiel für den Ideenreichtum der Goldschmiede der Gründerzeit.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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