Rauschende Feste, wilde Gelage

Prächtige Muschelgemme im Archäoligischen Stil, England/Italien, um 1875

Eine Muschelgemme des ausgehenden 19. Jahrhunderts präsentiert die hier vorliegende Brosche. Im Profil wiedergegeben, sehen wir eine schöne junge Dame mit wallendem Haar, antiker Gewandung und einem reichen Schmuck aus Weinblättern und Trauben im Haar. Ein Leopardenfell liegt über iherer Schulter. Eine aufwändige Fassung aus Gold hält die Gemme und macht sie sowohl als Brosche tragbar. Es handelt sich bei der Dargestellten um eine sog. Bacchantin, also eine Anhängerin des griechischen Gottes Dionysos, der für seine rauschenden Feste, die sog. „Bacchanalien“, berühmt und berüchtigt war. Das Bild des Bacchanten in der abendländischen Kunstgeschichte wird stark durch die Form geprägt, die der im Ursprung griechische Kult bei den Römern annahm.Die römischen Bacchanalien gingen wahrscheinlich aus Frühlingsfesten hervor. Zu Anfang des 2. Jahrhunderts v. Chr. entwickelten sich die Kultfeiern dann zu exzessiven Gelagen, die von Tänzen und Orgien begleitet waren und die im Geheimen stattfanden. In späteren Jahrhunderten wurden Bacchanten zum Synonym für feiernde lebenslustige Menschen, speziell jedoch für Liebhaber von gutem Wein. Unsere Muschelgemme, die in den Jahren um 1875 entstand, zeigt eine dieser Bacchantinnen in ihrer berückenden Schönheit. Der Schnitt der Kamee ist ausgesprochen plastisch und detailreich und zeugt vom hohen Können der italienischen Gemmenschneider, die sie einst schufen. Besonders die Haare und die Weinblätter lassen uns staunen in ihrer Finesse der Ausführung. Die natürlichen, dunkleren Stellen der Muschelschale bereichern das Relief um schöne Braunschattierungen. Der Feinheit der Gravur entspricht auch die Qualität der Fassung aus hochkarätigem Gold. Aus gewickelten Goldrähten und winzigen Goldkügelchen gebildet, enntspricht sie dem sog. Archäologischen Stil jener Jahre, der sich an originalen etruskischen Schmuckstücken orientiert. So bietet sich dieses Schmuckstück besonders an, ein Geschenk für eine Dame zu sein, die den Freuden des Lebens nicht abgeneigt ist und die Welt der klassischen Antike eben so liebt wie die Anwesenheit auf rauschenden Festen.

Muschelgemmen mit mythologischen Motiven entstanden vor Allem im 19. Jahrhundert in Italien besonders für die Reisenden auf einer Grand Tour. Diese sog. Kavalierstour, welche hier die Bildung der Reisenden vervollkommnen sollte, führte zu den antiken Bauwerke, in die Kunstsammlungen Roms und Neapels und die frühen Touristen brachten von ihrer Reise kleine Souvenirs mit über die Alpen, die von den Erlebnissen der italienischen Reise künden sollten.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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