Naturperlen des Biedermeier

Ungewöhnliche Gold-Brosche mit großen Naturperlen, Um 1840

Bevor der japanische Unternehmer Mikimoto die Perlenzucht erfand und damit in den 1920er Jahren den Perlenmarkt revolutionierte, waren echte Perlen so selten und so kostbar, dass sie Preise erreichten, die bei denen von gleichgroßen Diamantrosen lagen. So verwundert es nicht, dass besonders schöne Perlen-Schmuckstücke in den großen fürstlichen Schatzkammern zu finden sind, wie beispielsweise der Schmuck der Sächsischen Königin oder der Königin von Bayern. Die Lieferanten der Perlen waren nicht nur Meeresmuscheln und Austern sondern vor allem Muscheln aus den Flüssen und Bächen Mitteleuropas. Auch die Perlenkette in der Schatzkammer der Münchner Residenz besteht aus bayerischen Flußperlen. Für andere Schmuckstücke als Perlenketten, für die man ja vollrunde Perlen benötigt, wurden nicht nur runde Perlen verwendet, die im Muskelgewebe der Muscheln gewachsen waren sondern auch solche, die fest mit der Muschelschale verbunden waren. Solche Perlen entstehen, wenn Fressfeinde der Muschel versuchen die Muschelschale zu durchdringen um an das Muskelfleisch zu gelangen. Die wehrhafte Muschel verschließt die durchbohrte Schale mit Perlmutt, wodurch ebenfalls Perlen entstehen, die jedoch fest der Muschelschale aufsitzen. Diese so entstandenen Perlen nennt man Blisterperlen und wir finden sie regelmäßig in antiken Schmuckstücken. Immer rückseitig geschlossen gefasst, werden die kostbar schimmernden Blisterperlen aus der Muschelschale gelöst und dann in Gold oder Silber gesetzt. Ein Vorgehen das bereits die alten Ägypter kannten. Hier nun sehen wir gleich neun wunderbare Blisterperlen von vermutlich europäischen Flussmuscheln zusammen in einer Brosche arrangiert. Die Perlen haben einen eher matten Lüster der aber stellenweise durchaus Regenbogenfarben aufweist. Spiegelfassungen halten die Perlen mit aufgesetzten Krappen, so dass wir die aus Gold gearbeitete Brosche in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts datieren können. Um eine besonders große Naturperle in der Mitte des annähernd quadratischen Schmuckstückes sind kleine Lilienornamente aus Gold gesägt, die zu einem Randbesatz aus unterschiedlich großen Perlen leiten. Jeweils eine größere Blisterperle wechselt sich hier mit einer kleineren Perle ab. Die ungewöhnliche Brosche aus den Jahren des Biedermeier fand aus dem Hannoverschen zu uns uns ist vermutlich in Deutschland entstanden. Ein spannendes Stück Schmuckgeschichte!

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


5 Gründe, die Sie zum Strahlen bringen!

Noch keine Artikel angesehen