Im Liebestaumel

Venus und Amor auf silbergefasster Muschelgemme mit Markasiten, Italien um 1930

Diese ungewöhnliche Kamee zeigt ein witziges Motiv, das seinen Ursprung in der Welt der griechischen Mythologie hat. In sehr schönem, kraftvollen Schnitt ist die Schale einer Meeresmuschel dazu genutzt, ein immer wieder variiertes Thema des Altertums vorzustellen: Die Geschichte von Venus und Amor. Diesem Paar der klassischen Sagenwelt ist manches übergroße Glück, doch auch manches Unglück geschuldet. Die Liebesgöttin Venus, aus einer Muschel geboren und verantwortlich für das Gedeihen der Liebe auf der Erde, hat einen kleinen Helfer, den Liebesgott Amor. Amor schießt mit einem kleinen Bogen Pfeile auf die Menschen - und das tut er meist mit verbundenen Augen, so dass seine Pfeile auch ungeplant, zufällig und aus Versehen einschlagen können! Auf der Muschelgemme sehen wir den nackten geflügelten Knaben im stürmischen Flug zusammen mit einer nur leicht bekleideten Venus, die den Knaben offenbar neckt. Die Szene ist dynamisch und wirkt - auch dank des rechteckigen Formates der Kamee - wie ein Gemälde in Grisaille. Die Rahmung aus Silber wird frontal von kleinen Markasiten im Rosenschliff besetzt. Die Brosche ist mit einiger Sicherheit in den 1930er Jahren in Italien entstanden. Sie ist ein schönes Geschenk für einen Menschen, mit dem man sich ebenso wie Venus und Amor in einem Liebestaumel befindet!

Antike Gemmen und Kameen zu besitzen war über Jahrhunderte der Anspruch beinahe aller großen Sammlungen und Wunderkammern, vom Grünen Gewölbe in Dresden angefangen über die Schatzkammer Rudolf II. bis hin zu großen privaten Sammlungen wie die des Baron von Stosch in späterer Zeit. Das 18. und 19. Jahrhundert brachte zahlreiche große Abdrucksammlungen antiker Siegelsteine und Gemmen hervor, die die antike Bildsprache der Glyptik in ihrer Gesamtheit darstellen wollten, waren sie doch auch Ausdruck einer humanistischen Bildung. In besonderem Maße wichtig für die Vermittlung von Stein- und Muschelschnitten nördlich der Alpen waren seit jeher Italienreisende, die Abdrücke und geschnittene Steine sowie gravierte Muscheln von ihren Bildungsreisen nach Hause brachten um sich an den Geschichten, die die Muschelschalen erzählen konnten zu erfreuen. Die Kunst des Gemmenschneidens hat bis heute in Italien, besonders in der Bucht von Neapel erhalten, wo sie von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Heute ist die Scuola dei Cammei in Torre del Greco die weltweit einzige groß angelegte Ausbildungsstätte für Gemmenschneider, wobei sich jedoch leider die mythologische Themenwelt als Sujet beinahe ganz verloren hat.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


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