Für die Malerfürstin

Viktorianische Novelty-Brosche mit Diamant, Saphir & Rubin, um 1900

Einige gegenständliche Motive kehren in der Geschichte des Schmucks immer wieder: Blumen und Ranken etwa, Sterne oder Monde. In den Jahren der vorletzten Jahrhundertwende erweiterte man dieses Repertoire um vorher nie gesehene Motive. Sog. Novelty-Schmuckstücke, meist Broschen, stellten Motive des täglichen Lebens dar: Mit Vorliebe etwa Insekten, Sportutensilien, aber auch andere Gegenstände, die zum Gespräch anregten. Die vorliegende Brosche ist ein Beispiel dieser Mode und zeigt einen Lorbeerzweig, der sich durch das Daumenloch einer Farbpalette windet, auf der ein Rubin, ein Diamant und ein Saphir die Farben darstellen. Das Motiv lässt sich auf zwei Weisen deuten. Zum einen ist sie wohl eine Anspielung auf die „Malerfürsten“, ein Begriff, der Endes des 19. Jahrhunderts aufkam und besonders verdiente Künstler bezeichnete: Raffael, Rubens und Titian wurden etwa posthum so bezeichnet, aber auch die einflussreichen Maler der Belle Époque wurden als Malerfürst tituliert, so etwa Franz von Stuck. Wie einige andere der Malerfürsten wurde er zudem nobilitiert, was den Begriff gleich doppelt anspielungsreich machte. Auch im englischsprachigen Raum wurde beispielsweise Frederic Leighton 1886 zum Baronet erhoben. Andererseits aber mag die Brosche verdeutlichen, dass ihre Trägerin die Malerei als die höchste der Künste erachtet: Schon in der Antike galt der Lorbeerzweig als höchste Auszeichnung, und gemeinhin ist die Palette als Symbol der pictura, also der Malerei zu verstehen, oder kennzeichnet als Attribut die Personifikation derselben. Insbesondere in den Jahren um 1900 wurde die Vorrangstellung der Malerei innerhalb der Künste heftig diskutiert. So könnte die einstige Trägerin der Brosche wohl Stellung bezogen haben – und auch heute noch lässt sich so eine künstlerische Vorliebe in Form dieses dekorativen Schmuckstücks ausdrücken. Wir haben die schön erhaltene Brosche in London gefunden.

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