Ein spätes Glück

Kostbare Brillant-Brosche mit 1,08 ct Diamanten, Moskau 1953

Nicht nur in Wien, Paris und London entstand seit jeher kostbarer Schmuck: Auch in den Zentren weiter im Osten ist seit dem 19. Jahrhundert immer wieder wunderbaren Schmuck gefertigt worden, sei es in Odessa , Moskau oder St. Petersburg. Die hier vorliegende Brosche entführt uns in die Hauptstadt Russlands, an die Ufer der Moskwa und in eine Zeit, die auf den ersten Blick vielleicht überraschen mag: In das Jahr 1953! Die Brosche aus Gold mit einer Front aus Platin ist in Formen entworfen, welche zuerst an den Jugendstil der Jahrhundertwende erinnern. In einem geschwungenen Rahmen zeigt sie eine Blüte, die an einem feinen Steg – im Englischen treffend „knife wire” genannt – emporwächst. Zwei Blätter flankieren die Blüte, die aus einem einzigen, besonders großen und brillanten Altschliff-Diamanten von etwa 0,42 ct besteht. Insgesamt 22 Diamanten von zusammen etwa 1,08 ct besetzen das ganze Schmuckstück über und über, während Millegriffes das sichtbare Metall strukturieren, sodass es bei jeder Bewegung schimmert. Die späte Entstehung überrascht zunächst, doch datieren die Stempelfolge auf der Rückseite der Brosche sowie einige Details der Verarbeitung das Stück eindeutig. Offenbar handelt es sich um eine individuelle Anfertigung, bei der wohl auch ältere Diamanten aus Familienbesitz zum Einsatz kamen. Vielleicht erinnerte sich ihre erste Besitzerin noch an die Zeit unter dem Zaren und wollte mit dieser schönen, glänzenden Brosche ein wenig von dem Glanz des alten Hofes in der neuen Zeit bewahren.

Mit der Erfindung des Gaslichtes und dann des elektrischen Lichtes zum Ende des 19. Jahrhunderts erfüllte mit einem Mal gleißende Helligkeit die Ballsäle Europas. Kein dunkles, gelbes Kerzenlicht mehr, sondern das weiße Leuchten hunderter Lampen ließ den Schmuck der Damen glänzen und glitzern wie nie zuvor. Kein Wunder, dass in der Folge dieser Entwicklungen auch eine neue Mode entstand: Weißjuwelen aus Diamanten und Silber antworteten auf die neuen Lichtverhältnisse und lösten die bisherigen farbigeren Entwürfe ab. Überhaupt wurde der Schmuck zunehmend reicher mit funkelnden Edelsteinen ausgefasst, um ein immer luxuriöseres und reicheres Erscheinungsbild zu schaffen. Auf den großen Bällen in Paris, London und St. Petersburg wurden immer prachtvollere Diamantcolliers präsentiert, zudem Tiaren, Broschen und Ringe, allesamt Träume in weißen Diamanten. Der Name der Epoche, die Belle Époque, zeigt noch heute das Ziel dieser Zeit an: In Schönheit zu glänzen. Doch auch in den folgenden Dekaden blieb die Mode weißen Schmucks aktuell, bis hin zum Art Déco der 1920er Jahre und noch darüber hinaus. Allein die Materialien der Fassungen wandelten sich. Das schnell anlaufende Silber wurde zunächst durch Platinauflagen ersetzt und später durch Schmuck ganz aus Platin bzw. dem kurz vor dem Weltkrieg entwickelten Weißgold.

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