„Venus, vina, musica“

Wundervolle, goldgefasste Onyx Kamee im Secessionsstil, wohl Wien um 1900

Der Zeit ihre Kunst - der Kunst ihre Freiheit.“ So steht es über dem Portal der Wiener Secession, einer der wichtigsten Keimzellen des Jugendstil in Europa. Die Metropole an der Donau war in den Jahren um 1900 eines der entscheidenden Zentren des Jugendstil und brachte eine ganz eigene Richtung dieser Kunstströmung hervor, die sich durch eine besondere Eleganz und Verfeinerung der Formen auszeichnet. Besonders Juwelen aus dem Wien der Jahrhundertwende sind unverkennbar. Die KuK-Residenzstadt war von einem wohlhabendem Bürgertum bevölkert, das Bälle und gesellschaftliche Ereignisse liebte und Wert legte auf Kunst und schöne Dinge. Eine erstklassige Juwelenausstattung war das „must have“ der Damen der Zeit. Der Jugendstil, dessen Entwürfe zum Ende des 19. Jahrhunderts die Kunstwelt erneuern wollten, zeigt in den verschiedenen europäischen Ländern ganz unterschiedliche Ausprägungen. In Frankreich, Belgien und Großbritannien dominierten pflanzliche Motive aus Blättern und Blüte. In ihnen sah man die Kräfte der Natur versinnbildlicht, das ewige Wachsen und Vergehen. In den deutschsprachigen Ländern wandelten sich diese Entwürfe indes recht schnell in zunehmend abstrakte, geometrische Formgebungen, die schließlich zu den klar gegliederten Entwürfe der Moderne führten. Die hier vorliegende Brosche der Jahre um 1900 steht für den in diesen Jahren neuen Secessionsstil. Zum Mittelpunkt der Goldschmiedearbeit ist eine exquisite Gemme in schwarz weißem Lagenstein auserkoren, die in ihrer runden Form an Portraits von Franz von Stuck erinnert. Sie zeigt eine Dame en face in detailliertem und außerordentlich plastischem Schnitt. Weinlaub ziert ihr Haar und so erinnert die Dargestellte an eine Bacchantin der griechischen Sagenwelt. Wunderbar setzt sich das Portrait gegen den dunklen Untergrund des Onyx ab. Zwei dreiteilige Pendel aus goldenen Kettchen mit feinen Naturperlen sind der Fassung angehängt und nehmen die weiße Farbigkeit der Kamee auf. Die Gemme in ihrer ungewöhnlichen Seecessionsfassung ist erstklassig erhalten. Ihre Formensprache und feine Verarbeitung lässt uns die Brosche sicher in die Jahre um 1900 datieren und mit einiger Wahrscheinlichkeit ist sie in einem der Zentren des Jugendstil, wie Wien oder München entstanden. Neben der besonders feinen Rahmung begeistert dabei auch der Schnitt der Gemme: Die Kleider der Bacchantin sind so fein aus der weißen Lage des Steines geschnitten, dass sie halb transparent erscheinen und ihre Stofflichkeit so unmittelbar erlebbar wird.

London, Paris, Wien in den Jahren um 1900: Luxus, Lebensfreude und reichste Ausstattung waren zum Ideal der letzten Dekaden der Belle Époque erhoben worden: Egal ob in Europa oder den USA, man schwelgte in Reichtum und Glanz: Im Moulin Rouge tanzten die schönsten Tänzerinnen der Welt, auf dem Riesenrad im Prater trafen sich die verliebten Paare der besten Gesellschaft, im West End Londons boten die neuesten Revuen ebenso wie die Theaterstücke Oskar Wildes immer neue Anlässe zu Feiern. Die Künstler aller Länder strömten in die Städte und brachten eine neue Kunst zum Vorschein: Den Impressionismus, den Jugendstil; die Dichter trafen sich in den Cafes. In der neuen Opera Garnier stellte die Pariser Aristokratie aus Adel und Wirtschaft ihre Roben und ihre Pracht zur Schau, stets nach der neuesten Mode gekleidet.

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