Die Ballsaison kann beginnen

Collier & Diadem mit rund 7,13 ct Diamanten des Art Déco, um 1920

Der Beginn der Ballsaison bedeutet für einige Damen sowohl große Freude als auch großes Kopfzerbrechen. Welches Kleid kann am schönsten aussehen und die Trägerin am Besten hervorheben? Welche Schuhe sind elegant und dennoch bequem und schließlich: Welcher Schmuck soll getragen werden? Sicherlich sind all diese Fragen Luxusprobleme – doch was kann schöner sein, als sich über Luxus Gedanken zu machen? Abgesehen von modischen Fragen und solchen nach dem Komfort, ist eine Überlegung ungenommen: Ein Diadem gehört zu jedem Ball dazu, ganz egal welche Farbe das Kleid haben soll! Wohl kaum ein Schmuckstück vermag es, eine Dame eleganter, feiner und vornehmer aussehen zu lassen als eine Tiara – umso mehr ein antikes Stück mit kostbarem Diamantbesatz! Immer schon allein für den Adel und später auch die wohlhabenderen Klassen bestimmt, sind wirklich alte Diademe heute selten zu finden. Die vorliegende Tiara der Jahre um 1920 aus englischem Adel ist in eindrucksvoller Weise gestaltet. Die Goldschmiedearbeit besteht aus Weißgold und Platin und zeigt sicm im Glanz von 52 Diamanten im Altschliff. Der funkelnde Besatz markiert die Schnittpunkte eines Gitters aus zarten Messerstegen, das sich effektvoll aufzuschwingen scheint, um schließlich in einem besonders großen Brillanten in der Mitte seinen Endpunkt zu finden. Da es sich bei den Diamanten zum Teil um wundervolle alte Schlifformen handelt, ist davon auszugehen, dass die Edelsteine teilweise noch aus dem 19. Jahrhundert stammen und Anfang des 20. Jahrhunderts zu diesem zauberhaften Schmuckstück kombiniert wurden. Das eindrucksvolle Diadem ist jedoch mehr als ein kostbarer Kopfschmuck, denn es ist zugleich ein wundervolles Collier! Zwei Schrauben halten es auf einem Bügel, mit dem es einfach in eine Frisur eingearbeitet werden kann, wenn das Stück im Haar getragen wird. Löst man diese Schrauben, kann das diamantene Gitter mit einer Platinkette versehen werden und als Collier ein Decolletée schmücken. Wenn es noch prunkvoller sein soll, kann ein großer Aquamarintropfen, der ebenfalls Teil des Angebotes ist, eingehängt werden. Ein Schmuckstück wie aus dem Bilderbuch: Werden Sie mit diesem ungewöhnlichen und feinen Schmuckstück des Art Déco zum Mittelpunkt des nächsten Balls – und glänzen Sie würdig auf allen großen Festen, die da kommen mögen!

In der Antike wurden Diamanten vor allem für ihre unvergleichliche Härte geschätzt. Als Symbole unbesiegbarer Stärke war ihre Schönheit bestenfalls zweitrangig. Tatsächlich erscheinen die frühen Diamanten dem modernen Auge überhaupt nicht attraktiv. Mittelalterliche Schlifftechniken erlaubten ebenfalls keine spektakulären Lichtreflexe und die verbreiteten Tafelschliffe brachten nur Helligkeit und Farbe der Steine zur Geltung. All das änderte sich im Verlauf des 17. Jahrhunderts. Der Adel des Barock entwickelte eine Vorliebe für glitzernde Edelsteine. Besonders populär waren Diamanten im Rosenschliff, deren vielfältige Facetten das Kerzenlicht wunderbar reflektieren. In der Mitte des Jahrhunderts entwickelte sich ein erster, früher Brillantschliff, der nach dem einflussreichen Kardinal Jules Mazarin als Mazarinschliff bezeichnet wird und sich durch eine Krone mit 17 Facetten auszeichnet. Bereits gegen Ende des Jahrhunderts wurden diese Diamanten dann durch eine neue Form abgelöst, der nach seinem Erfinder als Peruzzi-Schliff benannt ist. Vincenzo Peruzzi war ein Edelsteinschleifer aus Venedig, der die Krone der Diamanten um zusätzliche Facetten auf insgesamt 33 erhöhte und so das Feuer der Steine enorm steigerte. Diese frühen Brillanten waren jedoch, was Anzahl und Form der Facetten angeht, nicht standardisiert. Jeder Stein wurde so geschliffen, dass möglichst viel Substanz erhalten bleiben konnte. Neue Diamantvorkommen in Brasilien führten in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts dann zu einer Schliffform, die als Old Mine Cut bekannt wurde. Diese Diamanten ähneln bereits sehr unseren heutigen Vollschliff Brillanten, doch sollten noch einige Generationen stetiger Verbesserung der Schlifftechnik nötig sein, bis aus dem Old Mine Cut zunächst der Altschliff, und schließlich in den 1940er Jahren der moderne Vollschliff wurde.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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