Zimmer mit Aussicht

Antike Pietra Dura-Brosche mit Blumen, Florenz und England um 1880

Schmuckstücke aus Pietra Dura sind seit der Renaissance ein beliebtes Souvenir von jedem Florenzbesuch. Besonders im 19. Jahrhundert brachten viele Reisende diese kleinen Wunderwerke mit in ihre Heimat. Die hier vorliegende Brosche entstammt genau dieser Zeit. In eine eine delikate Rahmung aus Gelbgold ist ein ovales Pietra Dura Feld gesetzt. Vor dem schwarzem Grund aus mattiertem, schwarzem Stein entfaltet sich eine bezaubernder Blumenstrauß aus Vergissmeinnicht, Winden, Maiglöckchen und Rosen aus verschiedenen Steinarten. Detailliert sind die Steine der Komposition gerade so gewählt, dass eine naturalistische Aderung der Blattoberflächen entsteht - ein kleines Bravourstück des Illusionismus. Alle dargestellten Blüten sind in Zusammenhang mit der Liebe zu lesen, so sind die Vergissmeinnicht in der Blumensprache des 19. Jahrhunderts wortwortlich zu verstehen, die Prunkwinden umschlingen ihre Rankhilfe wie Liebende sich gegenseitig, das Maiglöckchen stehen für die Rückkehr des Glücks. Die filigrane Rahmung der Brosche aus hochkarätigem Gelbgold auf Silberkern ist laut Stempelung in England entstanden – ein übliches Verfahren, wurden doch die Fassungen für die Florentiner Mitbringsel häufig erst im Heimatland der Reisenden angefertigt. Ohne Frage liegt hier ein schönes Sammlerstück vor – doch kann das Stück problemlos auch getragen werden!

Pietra Dura (it. „harter Stein”) ist eine traditionelle Handwerkskunst aus Florenz, in der Bilder und Ornamente aus Plättchen harter Steinsorten zusammengesetzt werden. Anders als im Falle der klassischen Mosaikkunst aus bunten Würfeln oder Stiften, verwendet das Pietra-Dura-Verfahren genau angepasste Formstücke, die nach den entsprechenden Feldern der Vorzeichnung geschliffen werden. So entstehen besonders widerstandsfähige, dauerhafte dekorative Oberflächen. Die Blüte des Pietra-Dura-Handwerks in Florenz entfiel auf das 16. Jh., als nicht nur die berühmte Medici-Kapelle in San Lorenzo ausgestattet wurde, sondern auch zahlreiche Tische, Schmuckstücke, Altäre und eigentlich jeder nur denkbare Gegenstand mit dieser aufwendigen und kostspieligen Technik verziert wurde. Noch heute findet sich in der Via degli Alfani 78 das Opificio delle Pietre Dure, eine Werkstatt, welche allein auf die Herstellung von Kunstwerken in dieser Technik spezialisiert ist. Schmuckstücke aus Pietra Dura sind daher seit der Renaissance ein beliebtes Souvenir von jedem Florenzbesuch. Besonders im 19. Jahrhundert, im Zeitalter der Grand Tour, brachten daher die jungen Adligen aus Nordeuropa entsprechende Stücke von ihrer ausgedehnten Italienreise mit in ihre Heimat, um den Daheimgebliebenen die Schönheit und Kunstfertigkeit Italiens nahe zu bringen.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


5 Gründe, die Sie zum Strahlen bringen