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Edler Aquamarinring des späten Art Déco, Deutschland um 1935


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Beschreibung
Dieser Ring der Jahre um 1935 zeigt die mondäne Formensprache des späten Art Déco. Dieser in Deutschland kaum bekannte Spätstil wird in englischsprachigen Ländern „Retro-Stil“ genannt und zeichnet sich durch aufregende Volumina und die Verwendung von mehrfarbigem Gold statt des in den Zwanziger Jahren üblichen Platins aus. In der Mitte des Ringes funkelt ein blauer Aquamarin im Scherenschliff. Der schöne Edelstein wird von einer schlichten Fassung aus rötlichem Gold gehalten. Je zwei Diamanten im Rosenschliff begleiten den Mittelstein links und rechts auf den Ringschultern in zarten Millegriffes-Fassungen. Eine gelbgoldene Schiene schließt daran an. Der etwa 2,10 ct schwere Aquamarin ist quer zum Finger in den Ring eingelassen und hebt sich so effektvoll von seiner fein abgetreppten Fassung ab. Der kurz vor dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland entstandene Ring ist ein tragbares Statementpiece, das den Geschmack jener Epoche wunderbar illustriert. Der Ring fand hier in Berlin zu uns.
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Der Aquamarin ist ein Edelstein, der beinahe alle Edelsteinliebhaber sofort in seinen Bann zu ziehen vermag. Mineralogisch ist der Aquamarin eine Varietät des Minerals Beryll, jener Gruppe von Mineralien, zu denen auch der Smaragd und der Heliodor gehört. Die bedeutendsten Vorkommen des Schmucksteins finden sich in Madagaskar und Brasilien, wo in der Stadt Ceará die schönsten, sog. Santa Maria-Aquamarine gefördert werden. Als Schutzstein der Seefahrer, Edelstein der Verliebten oder als Stein, der Weisheit verspricht – seit Jahrtausenden ist der Aquamarin einer der geschätztesten Edelsteine der Welt. Bereits in der Antike verehrten ihn die Menschen wegen seines Glanzes und seiner Farbe, die an Meer und wolkenlosen Himmel erinnert. Überlieferungen zufolge glaubte man zudem, dass der Edelstein den Gott des Meeres, Poseidon besänftigen könnten: Seeleute warfen daher bei wüsten Stürmen Aquamarine über Bord, um die Wut des Meeresgottes zu lindern. Im Mittelalter wurden Aquamarine in die Reliquiare der Heiligen gesetzt, oft als Gucklöcher, um in das Innere der Goldschmiedearbeiten schauen zu können, denn Aquamarine sind meist besonders rein und ohne Einschlüsse. Die hellsten, weißesten Berylle nutzte man schließlich sogar, um Brillengläser daraus zu schleifen - woher sich überhaupt auch unser Wort hierfür ableitet!
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