Komm ein bisschen mit nach Italien!

Eindrucksvolles Mikromosaik-Armband, Italien um 1850

Komm ein bisschen mit nach Italien Komm ein bisschen mit ans blaue Meer Und wir tun als ob das Leben eine schöne Reise wär Die Sehnsucht nach Italien besangen Catharina Valente und Peter Alexander in diesem bekannten Schlager aus dem Jahr 1958. Dass Reisen (ob physisch oder nur in Gedanken) in den sonnigen Süden jedoch keine Erfindung erst der Nachkriegszeit sind, beweist das vorliegende Armband aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Als Souvenier im Gepäck eines Reisenden, hat es vermutlich einst seinen Weg über die Alpen gefunden um den Daheimgebliebenen von der Schönheit des Landes der blühenden Zitronen zu künden. Das Armband präsentiert sechs ovale Mikromosaike mit Ansichten der beiden wohl beliebtesten italienischen Städte: Rom und Venedig. So sehen wir den Canal Grande und den Dogenpalast, während die Ewige Stadt durch Pantheon und weitere römische Tempel repräsentiert wird. Leicht erhaben gesetzt bildet eine Ansicht des Petersplatzes die Schließe des Armbandes. Mikromosaik-Schmuckstücke wie dieses brachten Reisende, die im 19. Jahrhundert auf der Grand Tour Italien bereisten, besonders gerne als Andenken mit nach Hause. Die Mosaiken sind in schwarzen Glas gesetzt vor dem sich ihre leuchtenden Farben besonders schön abheben. Gehalten werden die um 1850 entstandenen Darstellungen von schlichten Fassungen. Eine Kastenschließe mit feinen floralen Gravuren hält mit einem zusätzlichen Sicherungskettchen das Armband. Bis heute ist das Stück ein eindrucksvolles Zeugnis für die Italiensehnsucht vergangener Jahrhunderte, die auch heute noch von vielen geteilt wird. Darüber hinaus ist das Armband ein wundervoll dekoratives Schmuckstück das sofort getragen und bewundert werden kann.

Der Ursprung der Kunst des Mikromosaiks liegt im Rom. Hier, genauer im Vatikan, bestand seit dem 16. Jahrhundert eine Werkstatt für Mosaike aus Glassteinen. Zunächst um die im Petersdom aufgestellten Altargemälde in dauerhafter Form gegen Kerzenruß, Feuchtigkeit und Dreck zu schützen, welche die vielen Pilger in die Kirche brachten. Später, nachdem diese Aufgabe dann abgeschlossen war, entstanden weiterhin Gemäldekopien sowie Landschaftsdarstellungen in Gemäldegröße. Die Idee, diese letztlich antike Technik auch für Schmuckstücke und zur Dekoration kunstgewerblicher Gegenstände zu nutzen, entstand zum Ende des 18. Jahrhunderts. Im Rahmen der Grand Tour erreichten zahllose Reisende aus Nordeuropa die Stadt und erzeugten eine große Nachfrage nach Souvenirs. Nicht zuletzt um diesen Markt zu bedienen, entstand eine ganz neue Kunstform: Mikromosaike sind klein und transportabel und eigneten sich daher ganz besonders dazu, mit in die Heimat im Norden genommen zu werden. Da sie außerdem meist die Schönheiten Roms oder Motive aus der Antike zeigen, verwundert ihr Erfolg als Reiseerinnerung kaum. Die „Erfindung“ des Mikromosaiks verbindet sich vor allem mit Giacomo Raffaelli und Cesare Aguatti, welche um das Jahr 1775 herum diese Technik perfektionierten. Sie begründeten eine Tradition, aus der bis zum Ende des 19. Jahrhunderts Mosaike mit einem derartigen Detailreichtum und Kunstfertigkeit entstanden, welche nie zuvor und auch nicht mehr danach erreicht wurde. Denn bis heute werden in Rom entsprechende Mosaike hergestellt, wenn auch in deutlich minderer Qualität.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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