Aus der Mitte entspringt ein Gruß

Eindrucksvolles Naturperlen- & Diamant-Medaillon aus Großbritannien, datiert 1873

Die Menschen des späten 19. Jahrhunderts liebten Pracht, Opulenz und große Formen im Bereich des Schmucks. Historische Vorbilder aller Epochen wurden zu Rate gezogen um Entwürfe zu schaffen, die das Beste der Vergangenheit zu neuen Schöpfungen zusammenführen sollten. Dabei wählte man je nach Anlass und Umstand, ob ein Schmuckstück im Stil der Gotik, des Rokoko oder der Renaissance passender wäre. Diese zunehmend überbordende Fülle der Möglichkeiten sollte zum Ende des Jahrhunderts die Künstler der Moderne zu einem radikalen Neuanfang verleiten. Eine Generation zuvor indes war die Freude an prachtvollen Formen noch groß und in ganz Europa schwelgten die Schmuckgestalter in großen Entwürfen aus warm glänzendem Gelbgold. Der Goldschmied des hier vorliegenden Medaillons, das wohl Anfang des Jahres 1873 entstanden ist, orientierte sich am Schmuck der Renaissance. Der große Anhänger aus hochkarätigem Gold ist daher symmetrisch und aus wiederkehrenden, schon aus der Antike bekannten Motiven wie Palmetten und Akanthusranken aufgebaut. Alle Teile der Oberfläche sind mit schimmernden echten Orientperlen besetzt. In der Mitte, in einer Art Staffelung, finden wir zudem funkelnde Diamanten. Auf der Rückseite dann verwahrt der Anhänger sein Geheimnis: Hinter einer Klappe ist eine Haarlocke aufbewahrt. Eine Gravur verrät, dass es sich um eine Locke von R. B. Middle handelt. Die ebenfalls gravierte Datumsangabe 23. September 1873 weist auf das Datum hin, an dem der Anhänger verschenkt wurde. Denn auf der originalen Box sind ja die Initialen der ersten Besitzerin vermerkt, „M.A.B.“ Diese erhielt den Anhänger wohl zu einem freudigen Ereignis wie der Hochzeit oder der Konfirmation von R. B. Middle als Geschenk, der oder die sich so in der Erinnerung der Beschenkten einen Platz sicherte. Der Anhänger hat sich in seiner originalen Box erstklassig erhalten. Wir haben ihn aus Privatbesitz im Rheinischen erwerben können und freuen uns, ihn Ihnen hier anbieten zu können.

Der größte Schatz und feinste Gabe des Meeres ist die Perle. In langen Jahren durch die Mühen der Muschel geformt, erfreut sie uns mit ihrem Lüster, ihrer wunderbaren, einzigartigen Farbe und Glanz. In den Jahren um 1900 wurden echte Perlen, die meist aus dem Persischen Golf stammten, noch mit Gold aufgewogen. Erst nachdem es in den 1920er Jahren in Japan gelungen war, Perlen in Muscheln zu züchten und zu kultivieren, konnten sich auch breitere Bevölkerungskreise Perlenschmuck leisten, aber eben aus Zuchtperlen, nicht aus echten Perlen. Das hier vorliegende Medaillion ist jedoch mit vollkommen natürlich gewachsenen, also echten Perlen besetzt, die ohne menschliches Hinzutun entstanden sind. Die Seltenheit und Kostbarkeit dieser Schätze des Meeres ist nicht mit Zuchtperlen zu vergleichen. Schmuck aus Naturperlen ist heute mehr denn je selten und kostbar, sind doch die empfindlichen Austern, diese kleinen Perlen hervorbringen, in ihrer Zahl stark dezimiert worden.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


5 Gründe, die Sie zum Strahlen bringen!

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