Linienspiel

Elegante Jugendstil-Brosche mit Altschliff-Diamanten, Wilhelm Müller, Berlin um 1905

Heute kaum noch Teil des Repertoires der modernen Goldschmiede und Juweliere, zählte die Stabnadel einst zu den beliebtesten Schmuckstücken der Belle Époque und war in der Schmuckgarderobe einer jeden Dame vorzufinden. Von Exemplaren für den Tag, in Gold und mit Perlen oder bunten Edelsteinen besetzt, bis hin zu qualitätvollen Diamantnadeln für den Abend – die Stabbrosche nahm viele Formen an. Das vorliegende Exemplar zeigt sich als besonders schöne Variation des Themas und interpretiert es als rhythmisches Linienspiel, das die typische querlängliche Form einer solchen Brosche nur geschickt umspielt, ohne sie exakt zu beschreiben. Das sog. Peitschenschlag-Ornament, so typisch für den deutschen Jugendstil, charakterisiert den Entwurf. Zwei Altschliff-Diamanten von je etwa 0,24 ct sind inmitten der dynamischen Linien versetzt angeordnet und werden von zartesten Platinkrappen gehalten, sodass es scheint, als würden sie über den feinen Messerstegen schweben. Weitere Besatzdiamanten sind als Lichtpunkte auf die geweiteten Stellen der Linen gesetzt und so finden sich insgesamt etwa ein halbes Karat Diamanten auf der Brosche. Gemäß der Mode ihrer Zeit leuchtet sie in reinem Weiß, das durch den Diamantbesatz und durch eine Auflage von Platin auf dem eigentlich goldenen Schmuckstück erreicht wird. Ausweislich ihrer Stempelung ist die Brosche für die Firma Wilhelm Müller in Berlin entstanden. Das Stammhaus des Familienunternehmens befand sich damals in der Gertraudenstraße in Berlin Mitte. Wie durch ein Wunder hat es die Zerstörungen des 2. Weltkrieges überstanden und steht noch heute als Erinnerung an die Kaiserzeit am Berliner Spittelmarkt. An der Wende zum 20. Jahrhundert war die Firma Müller ein führender Schmuckhandel und über die Grenzen der Hauptstadt hinweg für ihre qualitätvollen Waren bekannt.

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Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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