Klare Muster

Elegante Manschettenknöpfe aus Gold & Email, Großbritannien um 1920

Der Historismus des 19. Jahrhunderts hatte zur Jahrhundertwende noch die letzte historische Stilform erforscht und neu zum Leben erweckt. Neugotische Kirchen, Neorenaissance-Paläste und Neu-Barocke Dome begegnen uns noch heute in allen Altstädten Europas und der USA, Salons im Neu-Rokoko und sogar im Neo-Ägyptischen Stil waren längst entstanden. Mit der Zeit trat nun eine gewisse Ermüdung ein. Der Jugendstil hatte bereits nach neuen Formen gesucht, war jedoch ebenso noch in reicher Dekoration verfangen geblieben. In den ersten Jahren des neuen Jahrhunderts versuchte die Avantgarde der Künstler, Gestalter und Architekten nun, noch weitgehender auf Dekorationen und historische Formen zu verzichten. Peter Behrens etwa entwickelte in der Architektur in Deutschland einen klaren, archaisch-klassischen Stil, in dem er eindrucksvolle Villen und auch Botschaftsgebäude errichtete. Der vage Bezugspunkt war die griechische Architektur, die für ihre Schlichtheit und Monumentalität geachtet wurde. In den übrigen Ländern Europas und auch in den USA finden sich ähnliche Beispiele. Die hier vorliegenden, prachtvollen Manschettenknöpfe sind in dieser Formensprache gehalten. Die Knöpfe bestehen aus vier gleichförmig gestalteten Ovalen. Ihre Oberfläche ist mittig mit dekorativen Wellenmustern verziert. Ein elegantes abstraktes Muster aus weißem Email ist als einziger Farbakzent im Randbereich auf das warm glänzende Gold aufgebracht. Die Manschettenknöpfe, welche sich in einer antiken Box des Juweliers K. Dotter aus Bromley in Kent erhalten haben, sind erstklassig erhalten und sofort zu tragen.

Bereits im 16. Jahrhundert entstanden die Vorläufer unserer heutigen Hemden, deren Ärmel mit einem Seidenband zusammengebunden werden konnten. Noch lag der Schwerpunkt dieser Mode auf möglichst großer Pracht. Viel Stoff, sogar Spitze wurde eingesetzt, um am Handgelenk in großer Menge aus dem Ärmel zu ragen. Doch im Laufe der Generationen näherte sich die Form immer mehr unserem modernen Hemd an. Seidene Manschettenbänder blieben bis ins 19. Jahrhundert populär. Seit der Zeit von Ludwig XIV. wurde der Ärmelabschluss jedoch vermehrt mit sog. Boutons de manchette, also Manschettenknöpfen, geschlossen. Typischerweise waren dies Paare farbiger Glasknöpfe, die mit einer kurzen Kette verbunden waren. Im Laufe des 18. Jahrhunderts wurden diese Glasknöpfe dann durch aufwendig bemalte Stücke oder mit Edelsteinen besetzte Paare abgelöst. Zu dieser Zeit waren Manschettenknöpfe als ausgesprochene Luxusartikel hauptsächlich in adeligen Kreisen verbreitet. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hatten die Manschettenknöpfe dann auch im Bürgertum den Höhepunkt ihrer Popularität. In der heutigen Zeit gehören Manschettenknöpfen zu den wenigen Schmuckstücken, die Herren schmücken können. Setzen doch auch Sie an ihren Ärmeln ein modisches Statement - soviel stilvoller ist doch ein gediegenes Paar Manschettenknöpfe aus edlem Material als schnöde Hemdsknöpfe aus Kunststoff!

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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