Dreiklang in Weiß

Elegante Ohrringe mit Naturperlen & Diamanten, um 1915

Möglichst leicht und ätherisch sollten die Schmuckstücke gegen Ende der Belle Époque wirken. Auch in der Ohrringmode griff man diese Maxime auf: Von den knopfartigen Dormeusen und kleinen Steckern des späten 19. Jahrhunderts bewegte man sich bald hin zu schmalen, pendelnden Ohrgehängen. „Eine große ... Perle hängt manchmal von einer glitzernden Diamantkette hernieder“, schrieb etwa das Deutsche Goldschmiede-Magazin 1910 zur neuesten Ohrringmode (DGZ, Nr. 15 1910, S. 132), und beschrieb damit gleichermaßen das vorliegende Paar. Zwei große, barocke Naturperlen stehen im Zentrum des Entwurfs und bilden gleichzeitig das Ende und den Blickpunkt der schlanken Pendel. Ihre Tropfenform lässt sie wirken, als seien sie an der Schnur aus Diamanten herabgeperlt. Dabei sind alle Diamanten in ihren weißen Platinfassungen beweglich gearbeitet, sodass getragen eine weiche, harmonische Bewegung entsteht. Dass die Ohrringe kurz nach 1910 entstanden, legt die Verwendung von Weißgold für die Verbindungselemente zwischen den Platinfassungen nahe, war das Weißgold doch 1913 patentiert worden. Mit dem monochromen Dreiklang aus verschiedenen Weißtönen – dem kühlen Glanz des Metalls, dem eisigen Funkeln der Diamanten und dem cremigen Lüster der Perlen – waren die Ohrringe ganz auf der Höhe ihrer Zeit. Wir haben sie in Hamburg finden können, doch wurden ähnliche Entwürfe raumübergreifend in den Ballsälen aller westlichen Metropolen getragen. Die Ohrringe werden mit einem unabhängigen Gutachten geliefert, welches die natürliche Herkunft der großen Perlen bestätigt.

Naturperlen gehörten schon immer in die Kunst- und Wunderkammern der Herrscher Europas. Die Werthaltigkeit von Naturperlen gegenüber Zuchtperlen liegt auf der Hand, handelt es sich doch dabei wie bei natürlichen Edelsteinen um kleine Naturwunder. Der Preis für Naturperlen lag in den Jahren um 1900 bei etwa dem für gleichgroße Diamanten und Perlen für eine Halskette wurden meist aus Kostengründen einzeln erworben und gesammelt bis ein Strang beisammen war: „Perlen, sonst bisweilen ebenso kostbar wie Diamanten, sind in der Wirkung als Schmuck bescheidener als diese, wir möchten beinahe sagen, poetischer. Es muß oft lange gesammelt werden, ehe man gleichmäßige Perlen zu einem Halsbande zusammenbringt. Es dauerte beispielsweise fünf Jahre, ehe das wunderschöne Perlenhalsband, das der Kaiser Friedrich als Kronprinz seiner jungen Gemahlin zur Hochzeitsgabe überreichte, fertig gestellt wurde.“ (Der Bazar. Illustrirte Damen-Zeitung, 40. Jahrgang 1894, Nr. 6, S. 57). Der Zauber, der von natürlichen Perlen ausgeht, ist kaum in Worte zu fassen, ist doch jede Naturperle anders als die andere und hat ihren eigenen Glanz, ihr eigene Struktur und Lüster. Es sind immer wunderbare Unikate der Natur – die heute kaum noch zu finden sind.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


5 Gründe, die Sie zum Strahlen bringen