Stilvoll gebunden

Elegante vintage Brosche in Schleifen-Form mit Saphiren & Brillanten, um 1950

Figürliche Motive mit Bändern, Schleifen und elegant geschwungenen Linien charakterisieren die Schmuckmode der Nachkriegszeit. Wie schon zur Jahrhundertwende sollten ungewöhnliche Motive Gespräche inspirieren. In den 1950er Jahre wurden zur Fertigung solcher Schmuckstücke gern bunte Farbsteinen aller Art verwendet, oft in Kombination mit leuchtenden Diamanten. Auch diese Brosche stellt ein solches Motiv dar, einen stilisierte Schleife. Ihre Gestaltung zeigt dabei eine besonders effektvolle, doch auch unendlich mühevolle Technik, Schmuck mit herrlichen Edelsteinen auszustatten: Die Verwendung kalibrierter Steine. Dabei werden Kanalfassungen mit facettierten Edelsteinen, meist Farbsteinen, so dicht an dicht gefüllt, dass der Eindruck entsteht, die Steine schwebten zwischen ihren Begrenzungen aus Metall – es scheint, man blickte aus Flächen aus Kristall. Unsere Brosche ist ein schönes Beispiel für diese Technik und kombiniert kalibrierte Saphire mit funkelnden Diamanten. Insgesamt 68 Diamanten im Brillantschliff bilden den weiß funkelnden Rand der Brosche, während die dunkelblauen Saphire die Mitte der Schleifenbänder bilden. Gefasst sind die Steine dazu in zart geschmiedetes Weißgold, sodass kaum ein metallisches Funkeln die Freude an den Edelsteinen stört. Der ausführende Goldschmied der Brosche hat sich von Entwürfen des Art Déco inspirieren lassen. In der unmittelbaren Nachkriegszeit entstanden oft noch Schmuckstücke, die an den Stil der Dekaden vor den Kriegen anknüpften, denn gerade in Mitteleuropa hatten die Kriege und die damit verbundene Materialknappheit vielen Schmieden nicht Zeit und Raum gelassen, um in schneller Abfolge neue Moden zu entwickeln. Die Brosche hat sich wunderbar in ihrem Etui des renommierten Londoner Juweliers Mappin & Webb erhalten und kann nun jederzeit wieder als Conversation Piece angesteckt werden.

Wussten Sie dass es bei in vielen Trachten Deutschlands eine erhebliche Rolle spielt, ob die Bänder des Gewandes gebunden sind oder ungebunden? Und wenn sie gebunden sind, an welcher Stelle sich die Schleife befindet? So sagt ein bayerischer Merksatz: „Schleife links, Glück bringt’s!“ Denn ist die Schürze eines Dirndls auf der linken Seite gebunden, zeigt die Trägerin damit an, dass sie ledig ist. „Anbandeln“ ist hier also gestattet und erwünscht! Ist die Schleife dagegen rechts gebunden, ist die Dame verheiratet. Doch was bedeutet eine in der Mitte getragene Schleife? Die Tradition besagt, dass die Trägerin einer mittigen Schleife noch jungfräulich sei. Sie sehen also, dass das Motiv der Schleife im Bereich der Moden keineswegs belanglos ist. Ähnlich verhält es sich bei antiken Schmuckstücken. Denn auch hier sind Dinge selten dem Zufall überlassen. Die Schleife ist eines der sprechendsten Verbundenheitsmotive überhaupt und bereits auf römischen Siegelringen nachweisbar.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.