Tanz mit mir

Eleganter Anhänger mit Lagenstein Kamee & Diamanten, um 1875

Schmuck mit figürlichen Darstellungen ist heute selten geworden. In früheren Epochen aber war es die Regel, dass kunstvolle Schmuckstücke auch eine eigene Geschichte erzählen sollten. In der Renaissance kämpften Heilige Ritter auf dem Busen der Damen mit Drachen; im Rokoko hielten galante Hirten ihre Schäferstündchen auf dem Ohrschmuck der Salonnièren. Im 19. Jahrhundert war es besonders Gemmenschmuck, der nicht nur durch Material und Glanz erfreuen, sondern auch durch seine Darstellungen von der Bildung seiner Träger künden und zu geistreicher Konversation anregen sollte. Der vorliegende Anhänger ist ein solches Stück, das mit einer fein geschnittenen Lagenstein-Kamee eine Figur der klassischen Antike darstellt. Der als Oval aufgefasste Steinschnitt ist von einem Rahmen aus silbergefassten Diamantrosen gerahmt. Die Gravur zeigt eine mit Dame mit wehendem Gewand im Tanze, in ihrer Hand ein Tamburin. Es ist einer der neun Töchter des Zeus, die wir hier sehen, genauer die Muse Terpsichore. Sie soll zuerst das Tanzen und nach anderen Künsten auch die Wissenschaften erfunden haben. Feine Bogenstellungen aus Gold begleiten die elegante Darstellung rungsherum durchbrochen und eine große Öse lässt den Anhänger sowohl an einer Goldkette als auch an einem kräftigen Textilband tragbar werden. Ein präsenter Anhänger mit schöner Aussage aus den 1870er Jahren, der vermutlich in Deutschland entstanden ist und hier in Berlin zu uns fand. Ein wundervolles Schmuckstück für kunstsinnige Damen und solche, die einfach gerne tanzen.

Antike Gemmen und Kameen zu besitzen war über Jahrhunderte Anspruch beinahe aller großen Sammlungen: Wir finden spektakuläre Stücke ebenso im Grünen Gewölbe in Dresden, in der Schatzkammer Rudolf II. bis hin zu den großen privaten Sammlungen wie der des Baron Stosch in späterer Zeit. Das 18. und 19. Jahrhundert brachte zahlreiche große Abdrucksammlungen antiker Siegelsteine und Gemmen hervor, welche die antike Bildsprache der Glyptik beinahe in ihrer Gesamtheit darstellen. So waren sie nicht zuletzt auch Ausdruck einer humanistischen Bildung. In besonderem Maße wichtig für die Vermittlung von Stein- und Muschelschnitten nördlich der Alpen waren seit jeher Italienreisende, die Abdrücke und geschnittene Steine sowie gravierte Muscheln von ihren Bildungsreisen nach Hause brachten um sich an den Geschichten, die die Muschelschalen erzählen konnten zu erfreuen. Die Kunst des Gemmenschneidens hat bis heute in Italien, besonders in der Bucht von Neapel erhalten, wo sie von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Heute ist die Scuola dei Cammei in Torre del Greco die weltweit einzige professionelle Ausbildungsstätte für Gemmenschneider, wobei sich jedoch leider die mythologische Themenwelt als Sujet beinahe ganz verloren hat.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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