Lichterspiel

Eleganter Kuppelring des Art Déco mit Diamanten, Warschau um 1935

Während man in den 1920er Jahren noch zweidimensionale Entwürfe favorisierte, durfte der Schmuck ab der Zeit um etwa 1930 wieder plastischer werden. Auch der Ringkopf des vorliegenden Kuppelringes wölbt sich dem Betrachter plastisch entgegen, um ihm einen großen Diamanten im alten Brillantschliff von etwa 0,50 ct zu präsentieren. Feine Sägearbeiten unterteilen den Ringkopf in abstrakte, mit kleineren Diamanten besetzte Formen und umgeben den Mittelstein mit einer Schattenfuge, die ihn noch größer erscheinen lässt. So ergibt sich ein luxuriöses Juwel, das nicht nur zur Cocktailstunde den Geist des Art Déco wieder aufleben lässt. Der Ring stellt eines jener Schmuckstücke aus der letzten Zeit dar, in denen Diamanten noch von Hand im sog. Altschliff, dem Vorläufer unseres modernen Brillantschliffs, geschliffen wurden. Im Laufe des 19. Jahrhunderts hatten sich die Schliffe immer mehr der Form angenähert, die wir heute als Brillant kennen. Erst im Jahr 1919 aber hatte Marcel Tolkowsky die Idealform des Brillanten auf optisch-physikalischer Grundlage errechnet; die genaue Form, welche in Deutschland heute der Standard ist, der sog. Feinschliff der Praxis, ist sogar erst 1938 festgelegt worden. Wirklich durchgesetzt hat sich die Form des modernen Brillanten dann nach dem Krieg. Altschliffe sind heute gesucht, da sie einen ganz eigenen Glanz besitzen, der mit heutigen Brillanten nicht zu vergleichen ist; jeder Stein ist individuell. Der Ringkopf ist aus Platin gearbeitet, während die Schiene aus Gelbgold besteht. Da die Platinpreise in den Jahren um 1930 sehr schwankten und Werte zwischen dem eineinhalbfachen und vierfachen Goldpreis erreichten, war dies eine in jener Zeit übliche Vorgehensweise. Der Ring ist somit ein in jeder Hinsicht zeittypisches Juwel des Art Déco, das nicht nur stilistisch, sondern auch materiell die Vorlieben seiner Entstehungszeit widerspiegelt. Der Ring ist in Warschau entstanden und fand aus dem Badischen zu uns.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


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