Königsblaue Eleganz

Emaillierte Brosche mit Diamantrosen in Gold & Silber, Niederlande um 1870

Wie so viele Details im Bereich des historischen Schmucks hat auch Email hat eine ganz besondere Geschichte, die eng verbunden ist mit den sich stetig ändernden Moden. In Mittelalter und Renaissance war der überwältigende Großteil auch der kostbarsten Schmuckstücke aufwendig emailliert. Die Technik war kompliziert und man liebte intensive Farben, sodass Email den Glanz kostbarer Edelsteine oft rahmte und ergänzte. Mit dem Rokoko drehte sich dieser Geschmack zunächst. Farbsteine waren zunehmend einfacher aus den Kolonien in Übersee zu erhalten, und man nutzte sie, um im Lichte der Kerzen der Salons noch verführerischer zu glänzen. Email trat dagegen in den Hintergrund und wurde kaum noch verwendet. Erst 1775 schuf der Londoner Goldschmied Jusen wieder neue Schmuckstücke in Email, nun in einem tiefen Mitternachtsblau, dass er mit Diamanten in Silberfassungen kombinierte. Einige schnell in der Öffentlichkeit bekannte Aufträge aus der königlichen Familie reichten nun aus, und eine neue Mode war geboren: Ringe und Broschen in „Royal Blue Enamel“ waren binnen kürzester Zeit selbst in Paris der letzte Schrei. Hier nannte man Ringe mit blauem Email gern „Bagues de firmament“, Himmels-Ringe. Mit der Wiederaufnahme der Formen des späten 18. Jahrhunderts in den Jahren nach 1860 wurde auch dunkelblaues Email in Kombination mit Diamanten wieder populär. Die hier vorliegende, niederländische Brosche in kostbarer Ausstattung zeigt uns diese Entwicklung auf ganz wunderbare Weise. Aus leicht rötlichem Gold geschmiedet, zeigt sich das Schmuckstück in Form eines liegenden Ovals. Seine Schauseite ist mit königsblauem Email belegt, das von einem Kranz aus kleinen Diamantrosen gerahmt wird. In der Mitte befindet sich ein appliziertes Ornament aus Silber und weiteren Diamanten, das wie zarte Spitze vor dem blauen Untergrund erscheint. Insgesamt sind hier 53 Diamanten im Rosenschliff eingelassen. Auf der gewölbten Rückseite der Brosche befindet sich zudem ein Bukett aus gravierten Blumen. Die in den Jahren um 1870 entstandene Brosche ist sehr schön erhalten und erfreut durch ihr elegantes Farbspiel bis zum heutigen Tag. .

Erst der Schliff, von Meisterhand geführt, lässt einen Diamanten leuchten. Als roher Kristall, der Erde frisch entrissen, leuchtet auch der reinste Diamant noch kaum. Doch wie mühselig und lang ist der Weg bis zum strahlenden Schmuckstein! Heute kennen wir kaum noch eine andere Schliffform als den Brillantschliff. Er ist auf höchste Lichtbrechung hin optimiert und wird oftmals schon vom Computer berechnet und vom Roboter ausgeführt, ohne jedes Zutun des Menschen. Das Ergebnis ist stets gleich, perfekt, doch auch etwas kalt. In der Vergangenheit indes waren die Varianten größer. Bevor der moderne Brillant sich in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg durchsetzte, konkurrierten zahlreiche Schliffe miteinander um die Gunst der Damen. Einen ganz besonderen dieser historischen Schliffe präsentiert uns das hier vorliegende Schmuckstück. In seiner Mitte sehen wir einen Diamanten in der Form der „Amsterdamer Rose“. Die besonders im 18. und 19. Jahrhundert beliebte Rose zeigt dreieckige Facetten, welche dem Diamanten einen ganz besonderen, typischen Glanz verleihen. Es ist ein warmes, subtiles Leuchten, dass seine Schönheit besonders beim Schein der Kerzen jener Zeit entfalten kann.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.


UNSER VERSPRECHEN

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