Der Kornblume freudiges Zittern

En tremblant-Haar Ornament & Brosche aus 366 Diamanten, um 1880

Die Damen des 19. Jahrhunderts liebten flexible Schmuckstücke, die sich den schnell wechselnden Mode anpassen konnten und die daher im Idealfall umbaubar waren. Die hier vorliegende, große Brosche aus Diamanten in Silber und Gold der Jahre um 1880 ist solch ein Stück - und tatsächlich nicht nur eine Brosche, sondern zugleich auch ein Haar-Ornament, eine kostbare Haarspange. Sie strahlt in ihrem eigenen, weißen Licht und ist in Form eines Blütenzweiges entworfen. Entlang eines geschwungenen Astes, den an seinem Ansatz eine kleine Schleife ziert, sind Blätter und Kornblumenblüten aufgereiht. Alle Oberflächen sind mit Diamanten im Alt- und Rosenschliff ausgefasst, deren weißes Licht durch die warme weiße Farbe des Silbers noch unterstützt wird. Als technische Finesse sind die Blüten dabei en tremblant gelagert, d.h., sie zittern und schwingen bei jeder Bewegung ihrer Trägerin, die mit den Kornblumen im Haar wie eine antike Göttin der Ernte und des Wachstums erscheint. Mit der Erfindung des Gaslichtes und dann des elektrischen Lichtes zum Ende des 19. Jahrhunderts hatte mit einem Mal gleißende Helligkeit die Ballsäle Europas erfüllt. Kein dunkles, gelbes Kerzenlicht mehr, sondern das weiße Leuchten hunderter Lampen ließ den Schmuck der Damen glänzen und glitzern wie nie zuvor. Kein Wunder, dass in der Folge dieser Entwicklungen auch eine neue Mode entstand: Weißjuwelen aus Diamanten und Silber antworteten auf die neuen Lichtverhältnisse lösten zur Jahrhundertwende die bisherigen farbigeren Entwürfe ab. Das hier vorliegende Stück ist ein Zeugnis dieser Mode, ebenso wie der Vorliebe des späten 19. Jahrhunderts für naturalistische Entwürfe. Als besonderes Highlight kann auf der Rückseite die Broschierung ausgetauscht werden. Das Objekt wird dabei mit einer doppelten Nadel ausgeliefert, welche zur Befestigung im Haar als Haarschmuck dient, und einer einfachen, spitzen Nadel, mit Hilfe derer das Stück als Brosche an der Kleidung getragen werden kann. Rückseitig ist das Stück zudem mit Gold vebödet, um auf der Haut nicht anzulaufen. Die Brosche ist erstklassig erhalten und sofort zu tragen. Sie wird zusammen mit einem unabhängigen Diamantgutachten geliefert.

„En tremblant“ ist Französisch und bedeutet „zitternd“. Dieser Terminus bezeichnet eine besondere Form der Schmucktechnik, bei der einzelne Teile eines größeren Schmuckstückes, meist Blüten oder Blätter einer Brosche auf kleinen Federn gelagert werden. In sich bewegliche Schmuckstücke gibt es seit der Antike, bis heute werden Ohrringe etwa in einzelne Abschnitte gegliedert, welche durch Ösen beweglich miteinander verbunden werden und so leicht schwingen bei jeder Bewegung ihrer Trägerin. Die Technik des en tremblants wurde erst zum Beginn des 19. Jahrhunderts entwickelt. Diese Schmuckstücke hingegen schwingen nicht, sondern vibrieren, zittern leicht und kontinuierlich durch ihre gefederte Lagerung - das Ergebnis ist ein noch schöneres Spiel mit dem Licht, ein wahres Funkeln der Edelsteine und kostbaren Metalle.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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