Kostbare Verführung

Erstklassiges Naturperlen-Sautoir der Belle Époque mit Diamanten in Platin, um 1910

In den Jahren kurz nach 1900 verfeinerte sich die Schmuckmode zunehmend: Der schwere Pomp des 19. Jahrhunderts wich Entwürfen, die in reduzierter Farbigkeit den Eindruck von Leichtigkeit und Grazie hervorrufen sollten – freilich auf höchstem technischen und entwerferischen Niveau. Feinste Stege halten in den Schmuckstücken dieser Jahre funkelnde Diamanten und die Schmuckstücke scheinen sich in zarte Netze aufzulösen, die sich wie funkelndes Gespinst auf die Haut legen. Das hier vorliegende Perlen-Collier ist ein Stück, das uns diese Mode ganz vortrefflich vorführt. Das Collier selbst ist aus feinsten Naturperlen gebildet, die wie ein geflochtenes Band – oder besser noch: wie Spitze – aneinandergefügt sind. Feine Endstücke aus hellem Platin schließen die Perlgeflechte an den Enden ab. Sie sind reich mit Diamanten besetzt, ebenso wie das kreisförmige Verbindungs­element in der Mitte. Hier ist zudem eine große Troddel oder Quaste angefügt. Sie bildet einen großen Anhänger, dessen zahllose Perlfäden bei jeder Bewegung verführerisch sich bewegen. Auch die Kappe des abnehmbaren Anhängers ist mit Diamanten besetzt und wie ein feines Netz in Sägearbeiten und funkelnde Millegriffes aufgelöst. Mit seiner Tragelänge von mehr als 80,0 cm ist das Collier ein klassisches Sautoir. Diese extravagante Schmuckgattung sollte bis in die lebenshungrige Epoche des Art Déco populär bleiben. Unser Collier lässt sich auf Grund seines Entwurfes und der feinen Verarbeitung sicher in die Jahre um 1910 datieren, vgl. auch zur Ausstattung und Datierung des Stücks David Bennett/Daniela Mascetti: Understanding Jewellery, Woodbridge 2010, S. 270f. und S. 275.

Zwei Kettenformen dominierten in den Jahren um 1900 bis zum Ausbruch des ersten Weltkrieg die Mode Europas. Auf der einen Seite das „Collier de Chien“ oder „Choker“, also eine breite, ganz eng am Hals anliegende Kette, die bei einem großen Dekolletee die Proportionen der Dame noch verlängt. Und auf der anderen Seite das „Sautoir“, also eine besonders lange, frei sich bewegende Kette, welche die Anmut und Eleganz ihrer Trägerin unterstreicht. Alle Formen zwischen diesen Extremen galten als wenig chic. Die Frau von Welt, ob in Paris, London oder Wien, musste einen Choker und ein Sautier besitzen, denn meist wurden beide Kettenformen zugleich getragen, bis sich in den 1920er Jahren die Mode wieder änderte.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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