Bewegte Zeiten

Expressiver Diamant-Ring des späten Art Déco, 1940er Jahre

Wer an Schmuck des Art Déco denkt, hat als erstes kühle Entwürfe in reinem Platin oder Weißgold im Sinn, weißleuchtend mit reichem Diamantbesatz. Feine Entwürfe in geometrischen Formen, durch feinste Sägearbeiten gegliedert und zart und elegant entworfen: Dies ist der Stil der späten 1920er Jahre, welcher dem frühen Art Déco entspricht. In den späten 1930er Jahren entwickelten vor allem die Pariser Juweliershäuser diese Formensprache jedoch weiter und zum Ende des Jahrzehnts war dann der Umschwung in ganz Europa da: Statt Weißgold und Platin waren nun wieder Gelb- und Rotgold die Edelmetalle der Wahl, und die Formen wurden skulptural, voluminös und raumgreifend, wenngleich weiterhin aus einer kraftvollen Geometrie heraus entworfen. Dieser Wandel des Stils ist nicht ausschließlich, aber doch auch durch die technischen und wirtschaftlichen Veränderungen der Zeit erklärt worden. Platin etwa stand den Goldschmieden spätestens mit Beginn des Krieges de facto nicht mehr zur in ausreichendem Maß zur Verfügung, weshalb der Wechsel zu Gelbgold nicht nur freiwillig war. Der hier vorliegende Ring, ein ebenso pracht- wie kraftvolles Stück, entstammt dieser Zeit. Der Ring aus hochkarätigem, leicht rötlichem Gold legt sich als voluminöses, breites Band um den Finger. Der Ringkopf, ganz geometrisch entworfen, ist mit zwei Bändern aus Diamanten besetzt, die sich zueinander versetzt zu Bögen aufbäumen. Raffiniert sind die Diamanten dabei in Auflagen aus Platin gefasst, deren Form das Spiel aus Rechtecken und Halbkreisen weiterspinnt und deren kühle Farbigkeit den Glanz der antiken Diamanten unterstützt. Der Ring ist vermutlich in Frankreich entstanden. Wir haben ihn in den Niederlanden entdeckt. Mit seinem Sinn für Glamour und Dramatik ist der Ring ein ungewöhnlicher Blickfang am Finger, der auch nach rund 75 Jahren nichts von seiner spektakulären Ausstrahlung verloren hat.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

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