Ein Friedensbote

Expressiver Diamant-Ring des späten Art Déco, Belgien um 1950

Wer an Art Déco Schmuck denkt, hat als erstes kühle, elegante Entwürfe in reinem Platin oder Weißgold im Sinn, weiß leuchtend mit reichem Diamantbesatz. Feine Entwürfe in geometrischen Formen, durch feinste Sägearbeiten gegliedert und zart und elegant entworfen: Dies ist der Stil der späten 1920er Jahre, welcher dem frühen Art Déco entspricht. In den späten 1930er Jahren entwickelten vor allem die Pariser Juweliershäuser diese Formensprache jedoch weiter und zum Ende des Jahrzehnts war dann der Umschwung in ganz Europa da: Statt Weißgold und Platin war nun wieder Gelbgold das Metall der Wahl, und die Formen wurden skulptural, voluminös und raumgreifend, wenngleich weiterhin aus einer kraftvollen Geometrie heraus entworfen. Dieser Wandel des Stils ist nicht ausschließlich, aber doch auch durch die technischen und wirtschaftlichen Veränderungen der Zeit erklärt worden. Platin etwa stand den Goldschmieden spätestens mit Beginn des Krieges de facto nicht mehr zur in ausreichendem Maß zur Verfügung, weshalb der Wechsel zu Gelbgold nicht nur freiwillig war. Die Entwürfe der Schmuckstücke hingegen nahmen zunehmend Formen aus dem Reich der Technik zum Vorbild und es überrascht nicht, dass uns aus den Jahren um 1940 neben Fahrradketten auch die Kettenspuren der neuartigen Panzer („tank tracks“) als Schmuckdetail begegnen. Der hier vorliegende Ring, ein ebenso ausdrucksstarkes wie kraftvolles Stück, zeigt diesen Stil ganz wunderbar. Der Ring aus hochkarätigem Gold legt sich als oben ausbuchtendes Band um den Finger. Der Ringkopf, ganz geometrisch entworfen, ist mit zwei Reihen aus insgesamt 14 Diamanten besetzt, die der gewölbten Form auf dem Ringkopf folgen. Raffiniert sind die Diamanten dabei in Auflagen aus Platin gefasst, deren Form das Spiel aus Rechtecken und Halbkreisen weiterspinnt und deren kühle Farbigkeit den Glanz der Diamanten unterstützt. Mit seinem Sinn für Glamour ist der Ring ein ungewöhnlicher Blickfang am Finger. Ausweislich seiner Punzen ist der Ring in Belgien entstanden, wohl in den Jahren um 1950. Er fand im Rheinischen zu uns.

Wir möchten, dass Sie zu 100% zufrieden sind! Daher begutachten, beschreiben und fotografieren wir alle unsere Schmuckstücke mit größter Sorgfalt.

Bei unseren Bewertungen des antiken Schmucks können Sie sich auf unsere jahrelange Erfahrung im Handel sowie unsere Expertise als studierte Kunsthistoriker verlassen. Als Mitglied in verschiedenen Händlerorganisationen sowie der britischen Society of Jewellery Historians haben wir uns hier zu größter Exaktheit verpflichtet. In unseren Beschreibungen weisen wir stets auch auf etwaige Altersspuren und Defekte hin, die wir auch in unseren Fotos nicht verbergen - damit Sie, wenn unser Paket zu Ihnen kommt, keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Sollten Sie aus irgendeinem Grund doch einmal nicht zufrieden sein, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und wir finden umgehend eine gemeinsame Lösung. Unabhängig davon können Sie innerhalb von 30 Tagen jeden Artikel zurückgeben und wir erstatten Ihnen den vollen Kaufpreis.