Indische Pracht

Exquisite Brosche mit Mogul-Miniatur in Gold, Indien und Großbritannien, um 1825

Indien – der Name des Landes steht für farbenfrohe Pracht. Nachdem sich England ab dem 17. Jahrhundert des Subkontinents bemächtigt hatte, gelangten an Bord der großen Segelschiffe verstärkt wundersame Kostbarkeiten von dort nach Europa. Vor allem der prachtvolle Schmuck der Mogulfürsten wurde voller Bewunderung gesammelt. Im Mogulschmuck verschmelzen islamische Einflüsse aus Persien und Zentralasien mit hinduistischen Motiven und begeistern durch eine wundervolle Farbigkeit. Auch die hochstehende Miniaturmalerei am Hofe der Mogulkaiser zeigt die charakteristische Verschmelzung dieser Einflüsse. Die kleinformatigen Kunstwerke entstanden oft als Buchmalereien und zeichnen sich durch einen lebensnahen Naturalismus aus, der sich von der Stilisierung etwa der persischen Malerei deutlich abhebt. Ein schönes Beispiel für diese Kunst der spätmogulzeitlichen Miniatur präsentiert uns die hier vorliegende Brosche, die in London zu uns fand. Die ovale Malerei zeigt und einen indischen Fürsten hoch zu Ross. Überaus prachtvoll gekleidet wird der Herrscher von zahlreichen Gefolge begleitet. Bewaffnete Soldaten schreiten ihm voran, während hinter ihm Diner mit Sonnenschirm und Fliegenwedel den Abschluss des Zuges bilden. Eine Fassung aus hochkarätigem Goldfiligran, sog. Cannetille, gibt der exotischen Szene einen prachtvollen Rahmen. Die Goldschmiedetechnik der Fassung lässt und das Schmuckstück gleichsam auch datieren. Schmuckstücke mit Cannetille waren besonders in der Dekade von 1820 bis 1830 populär. Cannetille ist dem Filigran verwandt und besteht üblicherweise aus fein gehämmerten Blechen und zarten Golddrähten. Die verwendeten Formen bestehen hauptsächlich aus Ranken, Spiralen und bienenkorbartigen Elementen, die wie zarte Spitze wirken und häufig mit feinen Granulaten verziert sind. Der Aufstieg des Cannetille fällt in die Zeit der Goldknappheit am Anfang des 19. Jahrhundert, als große Schmuckstücke in Mode waren das Gold aber teuer. Cannetille-Schmuck wirkt beeindruckend, verwendet aber nur wenig von dem kostbaren Edelmetall. Die Malerei ist in Indien entstanden, die Fassung wohl in Großbritannien kurz darauf geschmiedet worden. Vielleicht war das Schmuckstück einst ein Geschenk für die Frau eines britischen Beamten, der für die berühmte East India Company tätig war und die Malerei mit nach England gebracht hat? In jedem Fall ist die Brosche ein wundervolles Beispiel indischen Kunsthandwerks des frühen 19. Jahrhunderts.

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